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Die Schöpfungsgeschichte in Bildern

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Christine Olbrich illustriert den Schöpfungsbericht der Bibel mit farbigen Radierungen.

Mit farbigen Radierungen illustriert die Vachendorfer Druckgrafikerin und Malerin Christine Olbrich den Schöpfungsbericht der Bibel. Ihren Radierungs-Zyklus »Die Schöpfung« wird sie nicht nur im kommenden Jahr in Ausstellungen zeigen, bereits im Vorfeld hat sie den Zyklus auch als Buch herausgegeben. Zusätzlich hat Christine Olbrich ihn nun als Kurzfilm öffentlich bereitgestellt.

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»Die Schöpfung« entwickelte Christine Olbrich nach sorgfältiger Planung in einem Zeitraum von gut zwei Jahren. Für die Umsetzung der knapp 45 Drucktafeln wendete sie mit der Kaltnadelradierung eine Technik des Kupferstichs an, die im Mittelalter entwickelt worden und nach der Erfindung des Buchdrucks nahezu in Vergessenheit geraten war.

Um den Schöpfungsbericht der Genesis zu erzählen, legte die Druckgrafikerin ihrem Zyklus drei Typen von Drucktafeln zugrunde: Texttafeln geben den Schöpfungsbericht im Originaltext wieder, während zugeordnete Thementafeln die Ereignisse der Schöpfungstage in Bildkompositionen nachbilden. Die dritte Komponente bilden Grafiktafeln mit Studien ausgesuchter Schöpfungswerke, die die Geschehnisse der Schöpfungstage vertiefen.

In ihren Drucktafeln präsentiert Christine Olbrich Bilder mit dem für die Radiertechnik so typischen feinen und präzisen Strich und leuchtend kräftigen Kupferdruckfarben auf Büttenkarton. Sie nutzt die Charakteristika der Kupferstichtechnik für ihre Liebe zum Detail, zur klaren Form und zu kräftigen Farben, um ihre Drucke mit Präzision und Ausdrucksstärke umzusetzen. Die Auflage für jedes Motiv ist auf fünf Stück begrenzt. Da für jeden Druckgang die Metallplatte eigens eingefärbt wird, ist jede Drucktafel ein Unikat.

Das Medium Buch hielt die Druckgrafikerin zur Bereitstellung ihres Radier-Zyklus für besonders geeignet. So stellte sie einen Auszug aus dem Gesamtzyklus zusammen und überführte die Bilder zusammen mit den Texten in den Buchsatz, um den biblischen Schöpfungsbericht als illustrierte Erzählung herauszugeben. Da sie das Buch »Die Schöpfung« in einer ersten Auflage im Eigenverlag herausgegeben hat, ist es ausschließlich bei ihr erhältlich.

Das Medium Film wiederum bot der Druckgrafikerin ganz eigene Möglichkeiten für die Erzählung. Um diese zu nutzen, bereitete sie den Zyklus zusätzlich als Kurzfilm auf. Hierfür entwickelte sie ein Drehbuch und setzte die Erzählung technisch mit Hilfe eines Schnittprogramms als 15-minütigen Film um. In dem Kurzfilm »Die Schöpfung« erzählen Sprecher den biblischen Bericht der Genesis zum bewegten Bild und zu Musik von Joseph Haydn. Den Film hat Christine Olbrich auf der Videoplattform Youtube im Internet veröffentlicht, er ist auch über die Internetseite der Druckgrafikerin unter www.christine-olbrich.de abrufbar.

Christine Olbrich hat nach ihren Ausbildungen zur Architektur-, Bau- und 3D-Zeichnerin in einem Münchner Architekturbüro und anschließend zur Medienproduzentin in München gut 15 Jahre lang als Grafikerin und Texterin gearbeitet, bevor sie in ersten Ausstellungen eigene Serien von Druckgrafiken und Ölbildern in München und Salzburg zeigte. Nach ihrem Umzug in den Chiemgau, wo sie aufgewachsen ist, folgten weitere Ausstellungen in der Region, wie zum Beispiel im ehemaligen Vereinshaus oder im Landratsamt Traunstein. Auch ihren Zyklus »Die Schöpfung« wird sie im Jahr 2021 in mehreren Ausstellungen zeigen. fb

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