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»BaamBrass« begeistert

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Das mitreißende Konzert der Chiemgauer Newcomer-Band »BaamBrass« hat das Publikum trotz des Regens begeistert. (Foto: Müller)

»Power-Brass aus dem Chiemgau. Egal ob Pop, Rock, Swing oder Ska: Hauptsach' es macht Spaß!« – unter diesem Motto hat die Chiemgauer Newcomer-Band »BaamBrass« die rund zweimonatige Veranstaltungsreihe »Somma Dahoam am See« der Theater-Strickerei Grabenstätt eröffnet.


Pius Bauer, Stefan Fenninger, Sebastian Kiefersbeck, Franz Mitterreiter und Thomas Fuhrmann heizten dem Premierenpublikum auf dem Strickerei-Freigelände von Beginn an ordentlich ein und das war auch dringend nötig, denn Petrus ließ es bei gedämpften Temperaturen immer wieder regnen. Von einer Absage wollte die Band, die sogar Regen-Ponchos für die Besucher mitgebracht hatte, nichts wissen, denn die Entzugserscheinungen waren einfach zu groß und die aufgestaute Energie musste raus.

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Seit September hatte »BaamBrass« kein Live-Konzert mehr gespielt. »Ende 2019, Anfang 2020 waren wir im Tonstudio und im Frühjahr wollten wir eigentlich eine gigantische Saison starten«, erklärte Thomas Fuhrmann. Doch Corona stoppte die Pläne, es herrschte monatelang Stillstand – bis mit der Konzertreihe »Somma Dahoam am See« für »BaamBrass« die ersehnte Erlösung kam.

Zünftige Wohlfühlstimmung verbreitete »BaamBrass« gleich zum Auftakt mit dem zuvor auf YouTube veröffentlichten Lied »Wohi« aus dem Debüt-Album »Euphorie«. Stück für Stück soll dieses in den kommenden Wochen und Monaten veröffentlicht werden.

Aber auch ältere Lieder durften freilich nicht fehlen. In bewährter Weise stellte sich die Band mit dem Titel »BaamBrassKru« vor und animierte dann mit »Dramma« zum Tanzen und Mitwippen – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln natürlich. Eifrig sang das Publikum bei den Ohrwürmern »Gummara« und »Huckpaule« mit.

Einmal mehr wurde deutlich: »BaamBrass« passt in kein bestehendes Musikgenre, vielmehr kreieren die fünf Musiker mit Tuba, Posaune, Trompete, Schlagzeug, Akkordeon und E-Gitarre ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Sound mit selbst komponierten Liedern in bairischer Mundart. Der Titelsong ihres Albums »Euphorie« brachte die Stimmung am Ende des offiziellen Programms ein weiteres Mal zum Sieden.

Als Zugabe gab es – und damit schloss sich der Kreis – nochmals »Wohi« zu hören und romantisch abgerundet wurde der fetzige Abend mit »Jetza ramma zam«.

Das »BaamBrass«-Gastspiel in Grabenstätt kam so gut an, dass es schon im August zu einem Wiedersehen in der Kleinkunstbühne kommen könnte, und zwar bei einem Unplugged-Konzert. Markus Müller

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