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Zweite Generation von Schülerlotsen ist nun aktiv

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Vorne stehen die neuen Schülerlotsen. Sie werden ab sofort am Birkenweg für die Sicherheit der Schüler sorgen. Dahinter sind die ehemaligen Schülerlotsen, die diese Aufgabe zwei Jahre gemacht haben. Mit auf dem Foto sind auch Schulweghelfer Friedhelm Mirbach (von rechts), Tobias Gasteiger (zuständig für Verkehrssicherheit) und Bürgermeister Rudi Jantke.

Grassau – Das besondere Engagement einiger Schüler der Grassauer Grund- und Mittelschule, die sich als Schülerlotsen betätigten, wurde von Bürgermeister Rudi Jantke im Sitzungssaal hervorgehoben. Sie erhielten eine Urkunde. Gleichzeitig wurden die neuen Schülerlotsen in ihr Amt eingeführt.


Im April 2015 wurde die erste Gruppe an Schülerlotsen gewonnen. So meldeten sich aus den damaligen siebten Klassen drei Buben und ein Mädchen. Die Lotsen werden jeweils für zwei Schuljahre verpflichtet. Bürgermeister Rudi Jantke informierte, dass die Lotsen am Birkenweg jeweils zu zweit für den sicheren Übergang der Schüler sorgen. Gerade dort treffen drei Straßen aufeinander. Morgens herrscht ein besonders hohes Verkehrsaufkommen, da sowohl Schul- wie Kindergartenkinder gebracht werden. Hier sei es besonders wichtig, dass auf die Verkehrssicherheit geachtet werde. Friedhelm Mirbach, der sich seit vier Jahren als ehrenamtlicher Schulweghelfer agiert, unterstützt die Schülerlotsen und leitet diese an.

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Vor vier Jahren hatte die Gemeinde, nachdem das Verkehrsproblem auch von der Schulleitung herangetragen wurde, nach freiwilligen Schulweghelfern gesucht. Gemeldet hatte sich damals nur Friedhelm Mirbach. Er übernahm diese Aufgabe und steht seither jeden Morgen kurz nach sieben Uhr an der Kreuzung. Für sein Engagement wurde ihm 2013 der Jugendförderpreis verliehen. Die Aufgabe auf Dauer alleine zu bewältigen, wäre nicht möglich gewesen. Daraufhin wurde nach Schülern gesucht, die hier tätig werden wollen. Es hatten sich dann auch sechs Schüler gemeldet, die sich bereit erklärten, an der Kreuzung für Sicherheit zu sorgen. Diese wurden vor ihrem Einsatz einen Tag lang von der Polizei geschult und mussten nach der Schulung auch einen Test ablegen.

»Ihr leistet einen prima Dienst«, lobte der Rathauschef die Schüler. Auch Schulleiter Johannes Zeitel war voll des Lobes. Die Schüler leisten einen wesentlichen Beitrag zur Schulwegsicherung und dies funktioniere absolut reibungslos. »Wenn man der Jugend etwas zutraut, kann man sich auch zu hundert Prozent verlassen«, so Zeitel. »Ihr seid ein Vorbild«, lobte er weiter und meinte, dass es nicht immer einfach sei, früher aufzustehen und bei jedem Wetter dort Dienst zu leisten. Er überreichte den Schülerlotsen eine Urkunde, die zu den Bewerbungsunterlagen gefügt werden sollte. Diese Urkunde zeige den künftigen Arbeitgebern, dass die Jugendlichen Verantwortung übernehmen können. Die zweite Generation an Schülerlotsen, wiederum Schüler der siebten Klasse, begrüßte er in ihrem Ehrenamt.

Tom Worster, einer der ehemaligen Schülerlotsen, berichtete, dass man durchaus konsequent sein müsse. Manchmal haben es einige Autofahrer besonders eilig. Davon dürfe man sich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Sie haben auch gefährliche Situationen erlebt, wobei nur durch Eingreifen des Schülerlotsen Schlimmes verhindert wurde.

Die neuen Schülerlotsen stehen ab sofort mit ihrer Kelle und deutlich sichtbar durch ihre Warnwesten an der Kreuzung. Ihren Anweisungen ist nicht nur von den Schülern, sondern vor allem von den Autofahrern Folge zu leisten und dies unabhängig, wie eilig es einige haben mögen. Auch die zweite Generation der Schülerlotsen wird wieder von Friedhelm Mirbach unterstützt. tb