weather-image
25°

Von Profisportlern für die Zukunft lernen

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Der Kickboxweltmeister Florian Pavic stellte sich in der Berufsschule der Jugendsiedlung den Fragen der Schüler. (Foto: Mix)

Traunreut. Die Berufsschule der Jugendsiedlung in Traunreut erhielt Besuch vom zehnfachen Kickboxweltmeister Florian Pavic. Im Rahmen des Projektes »SV Zukunft« berichtete er den jungen Leuten in der Schule von seiner Profikarriere und erzählte, wie man es schaffen kann, neben dieser auch noch ein Studium in Physik abzuschließen.


Florian Pavic, geboren 1986 in München, wollte nach eigenen Angaben schon als Fünfjähriger am liebsten boxen, seine Eltern fanden das aber noch entschieden zu früh. Inspiriert von den »Rocky-Filmen« wurde sein Wunsch jedoch immer stärker und mit 15 Jahren begann er, Kickbox-Sport zu betreiben. Seit 2009 ist er Weltmeister der »World Karate and Kickboxing Association«, vor einem Jahr trat er als ungeschlagener Weltmeister zurück und beendete seine Profikarriere auf dem Höhepunkt der Laufbahn.

Anzeige

Den Schülern der Jugendsiedlung gab der sympathische junge Mann bereitwillig Auskunft über sein Leben, seine Karriere und die Höhen und Tiefen. Ganz offen berichtete er: »Ich war kein Genie in der Schule, ich musste mir alles hart und mit viel Disziplin erkämpfen.« Disziplin und harte Arbeit an sich ist für Florian Pavic auch eines der Grundprinzipien im Leben generell. »Jeder, der einen Traum und ein Ziel hat, kann dieses auch erreichen, nichts ist unmöglich«, gab er den Jugendlichen mit auf den Weg.

Durch Sport könne man nicht nur seine Körperbeherrschung verbessern, sondern bekomme auch Selbstbewusstsein und mentale Stärke. Sogar für Mädchen findet der Physiker den Kickbox-Sport geeignet, der nicht zuletzt durch seine Erfolge auch in Deutschland immer populärer wurde. Denn neben Ausdauer und Kondition erhielten gerade Boxerinnen durch den Sport auch eine große Selbstsicherheit und würden allein durch ihr Auftreten nicht so leicht Opfer von Überfällen oder Ähnlichem.

Auf die Frage aus den Reihen der Schüler, ob er Kickboxen nicht für einen gewalttätigen Sport hält, antwortete Florian: »Wer sich prügelt, hat meist Probleme, die er versucht, auf der Straße zu lösen. Ein Kickboxer hat das nicht nötig und weiß außerdem, was er mit seinen Fäusten anrichten kann.«

Das Grundziel des SV Zukunft ist es, Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, und dazu wird der Profisport genutzt. Anhand von Beispielen erfolgreicher Sportler soll den jungen Menschen gezeigt werden, dass es sich lohnt, für Träume zu kämpfen und man vom Sport viel lernen kann.

Im zweitägigen Seminar an der Berufsschule der Jugendsiedlung hörten die Schüler viel von Florian Pavic und konnten dann die Informationen zusammen mit Nicola Edler-Golla von »SV Zukunft« vertiefen und überlegen, wie diese auf sie persönlich umgemünzt werden können. mix