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Vom richtigen Umgang mit der eigenen Sexualität

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Interessiert an dem Projekt zu sexuell übertragbaren Krankheiten zeigten sich einige Schülerinnen der Berufsschule III in Traunstein.

Traunstein. Um über die Themen AIDS und HIV zu informieren, aber auch wie das erworbene Wissen mit dem richtigen Umgang mit der eigenen Sexualität in das eigene Handeln integriert werden kann, hat die Jugendsozialarbeit an der Staatlichen Berufsschule III für Hauswirtschaft und Kinderpflege ein umfangreiches Projekt zusammengestellt.


Geplant sind dabei in den kommenden Wochen Fachvorträge, Gespräche mit Betroffenen und Informationsstände. Auch das Gesundheitsamt Traunstein ist dabei mit eingebunden. Bereits im vergangenen Jahr hatte man zusammen mit der Gewerblichen Berufsschule ein ähnliches Projekt erfolgreich durchgeführt. Nun will man dies weiterführen und den Schülern präventiv Hilfestellung in der Thematik geben.

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Barbara Hofstätter, Jugendsozialarbeiterin an der BS III betonte, dass laut einer österreichischen Studie etwa 50 Prozent der Jugendlichen ihr Wissen über Sexualität durch pornografische Darstellungen und Filme haben, bei Mädchen liege die Zahl bei 10 Prozent.

»Die Benutzung von Kondomen verlangen«

Es sei gerade für Mädchen oft schwer durch den aufgebauten Druck des Freundes oder Partners die Benutzung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr zu verlangen. »Es gibt keine Risikogruppe, sondern nur Risikoverhalten«, betonte Hofstätter, die hofft, dass das Projekt Eigenverantwortung für sich und andere fördert.

Dr. Martin Brunnhuber, ständiger Vertreter des Schulleiters betonte, man wolle in der Schule offen mit der Thematik umgehen. Die Schule könne hierbei einen geschützten Rahmen bieten und auch Raum für persönliche Gespräche zu der Thematik mit den Fachleuten und vertrauten Lehrern sowie der Jugendsozialarbeiterin bieten. Es bestehe bei jungen Menschen oft nur ein Halbwissen, das durch die Massenmedien vermittelt werde. Er sehe vor allem auch die Problematik, dass junge Leute in der Gruppe ihre Erfahrungen vorweisen müssten.

Margarete Winnichner vom Diakonischen Werk, dem Träger der Jugendsozialarbeit an der Schule, war sich der Problematik bewusst, dass man letztlich ein gesamtgesellschaftliches Problem angehe. Die Jugendsozialarbeit könne hier aber einen Prozess anschieben. Dazu eigneten sich die Projekttage gut. awi