weather-image
21°

Unvergessliche Erlebnisse in Sotschi

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Treffen mit Spitzensportlern: Im Olympischen Dorf traf Johanna Weißenbacher auch Tatjana Hüfner, die Silber im Rodeln holte.

Grassau. »Es war einfach super. Wir haben sehr viel erlebt und gesehen und konnten sogar mit den Spitzensportlern in Kontakt treten«, schwärmt die 17-jährige Johanna Weißenbacher aus Grassau, die als eine von 40 deutschen Jugendlichen zu den Olympischen Spielen nach Sotschi fahren durfte. Nach dem Trubel der vergangenen Wochen berichtete sie nun ausführlich bei der Jahreshauptversammlung des Jugendsportfördervereins Grassau von ihrem Erlebten.


Untergebracht auf einem Kreuzfahrtschiff

Anzeige

Alleine die Anreise nach Sotschi war bereits außergewöhnlich, denn die 40 Jugendlichen aus ganz Deutschland trafen sich am Frankfurter Flughafen und flogen dann gemeinsam weiter nach Kiew. Dort ging es dann zum Jugendlager in Sotschi und zwar nicht in eine Jugendherberge, sondern auf ein Kreuzfahrtschiff. Die Eröffnungsfeier und auch das dazugehörige Feuerwerk sahen die Jugendlichen noch vom Schiff aus. Wenige Stunden später ging es aber bereits zum Olympiagelände.

An den elf Tagen in Sotschi durften die deutschen Jugendlichen sieben verschiedene Wettkämpfe, die sie sich aussuchen konnten, ansehen. Doch davor wurden sie noch entsprechend eingekleidet, damit sie auch als deutsche Sportlerjugend zu erkennen waren. Zur Einkleidung zählten auch jede Menge Akkreditierungskarten und Ausweise. Von den Unruhen und der politischen Anspannung habe man bei den Olympischen Spielen kaum etwas mitbekommen, erklärte Johanna. Deutlich streng seien jedoch die Kontrollen gewesen. »Wir wurden jeden Tag mindestens viermal gründlich kontrolliert.«

Bestens sei auch die Verpflegung gewesen, wenn auch teilweise etwas ungewöhnlich. Eine kleine sportliche Herausforderung sei der Weg bis zu den alpinen Wettkampfaustragungsstätten gewesen. Vom Schiff zum Bahnhof waren die Jugendlichen eine Dreiviertelstunde zu Fuß unterwegs und dann nochmals eine Stunde mit dem Zug.

Johanna Weißenbacher, selbst begeisterte und erfolgreiche Skifahrerin, interessierte sich natürlich besonders für die Ski- und Biathlonwettkämpfe der Damen und Herren. Auch beim Langlaufsprint durfte sie in der ersten Reihe den Wettkampf verfolgen und bei der nordischen Kombination sah sie Eric Frenzel jubeln.

»Der Besuch im Olympischen Dorf war besonders eindrucksvoll, denn hier begegneten wir vielen Spitzensportlern und kamen teilweise mit diesen auch in Kontakt. Wir trafen Tatjana Hüfner und in der Kantine viele weitere Sportler.« Skifahrer-Legenden Rosi Mittermaier und Christian Neureuther nahmen sich ebenfalls für die Nachwuchssportler Zeit.

Natürlich interessierten sich auch die Medien für die Jugendlichen und so stand eine Talkrunde mit Magdalena Neuner wie auch mit verschiedenen Politikern auf dem Programm.

Gemeinsam mit den Siegern gefeiert

Im Deutschen Haus konnte Johanna Weißenbacher nicht nur an Pressekonferenzen teilnehmen, sondern auch mit den Medaillengewinnern kräftig feiern. Für die Jugendlichen waren es anstrengende Tage, denn durchschnittlich gab es nur fünf Stunden Schlaf für die 40 Jugendlichen der deutschen Sportjugend.

Als unbeschreiblich und traumhaft schön bezeichnete Johanna Weißenbacher vor den Mitgliedern des Grassauer Vereins ihren elftägigen Ausflug in die Olympische Welt. Der Jugendsportförderverein hatte die Reise der 17-Jährigen finanziell unterstützt. tb