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Teamgeist und Kooperation gemeinsam trainiert

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Viel Spaß und Geschicklichkeitsspiele aller Art gab es beim Sport- und Spielefest der Achental-Realschule. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Für alle Mitwirkenden ein schönes Erlebnis war das Alternative Sport- und Spielefest an der Achental-Realschule – darüber waren sich alle Beteiligten einig. Zwei achte Klassen hatten 30 Schüler des Heilpädagogischen Zentrums Ruhpolding zu gemeinsamen Spielen und lustigen, sportlichen Aktivitäten zu Gast in der großen Turnhalle.


Organisiert von Sportlehrerin Hildegard Stephan und den übrigen Sportlehrern der Realschule war ein Parcours mit zehn Stationen aufgebaut, an denen es galt, verschiedene Aufgaben zu erfüllen, zum Beispiel den »Ostereierlauf«: Ein Medizinball wurde von einer Gruppe zusammen am Rücken gehalten und möglichst schnell eine Strecke weit transportiert. Der Lärmpegel und ein Blick in die vielen lachenden Gesichter zeigten, wie viel Spaß die Kinder hatten, wobei hier ganz nebenbei Teamgeist und Kooperationsbereitschaft trainiert wurden. Dazu gab es Balancieren, Sackhüpfen oder lustiges Kriechen unter einem Holzgestell hindurch, das fast bis zum Boden mit Expandern verschnürt war.

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Viel Aufmerksamkeit war gefordert

Viel Aufmerksamkeit erforderte es, wenn ein Schüler mit verbundenen Augen einen anderen, in einer Tonne sitzenden, eine bestimmte Slalom-Strecke fahren musste, wobei er nur von den Anweisungen des Kutschierten geleitet wurde. Geschicklichkeit verlangte auch das Aufhängen von Wäsche an einer zu hoch gespannten Wäscheleine: Es war nur möglich, wenn einer den anderen auf den Schultern trug.

Jeder der Schüler gehörte zu einer der insgesamt zehn Gruppen. Bei einem ersten Treffen der Schüler vor einer Woche in der Aula des HPZ in Ruhpolding hatten sich die Schüler kennengelernt und nach Auslosung der Gruppen jeweils gemeinsam eine große Fahne bunt bemalt. Zu Beginn des Sport- und Spielfests waren alle Gruppen mit ihren Fahnen stolz in die Aula eingezogen.

»Was zählt, ist nicht wie bei den Bundesjugendspielen die Leistung des Einzelnen, sondern das Gruppenergebnis«, sagt Hildegard Stephan. »Unsere Kinder lernen auf sozial Schwächere Rücksicht zu nehmen und jeder leistet das, was er am besten kann«. Auch Jugendliche, die sonst »null Bock« auf Sport haben, machen hier begeistert mit, hat sie beobachtet. Für Ernst Bresina, heilpädagogischer Förderlehrer mit Schwerpunkt Sport, steht bei dem Fest die Integration von Behinderten im Vordergrund. »Bei gesunden Kindern gibt es oft Berührungsängste, mit behinderten Kindern zusammenzukommen«, erklärt er. Hier aber würden diese unsichtbaren Grenzen ganz selbstverständlich abgebaut.

Finanziell wird das alternative Sportfest durch Spenden der VR-Bank Marquartstein ermöglicht, die zum Beispiel die Kosten für die Fahnen, Farben und notwendigen Fahrten mit dem Bus übernehmen. Zum Gelingen trug auch das große Büffet mit Getränken und Speisen vieler Art bei, das Schülermütter und die Schulküche zubereitet hatten und wo sich die kleinen Sportler immer wieder stärken konnten.

Unter viel Applaus nahmen Schulleiter Günter Miller, Hildegard Stephan und Ernst Bresina vom HPZ Ruhpolding sowie Julia Kurfer von der Volks- und Raiffeisenbank Marquartstein die Siegerehrung vor. Jeder Einzelne erhielt eine Medaille aus Holz, die von Schülern selbst angefertigt worden war, eine Urkunde und dazu kleine Sachpreise. gi