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»Tag der Betriebe« in der Mittelschule Waging

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Auszubildende stellen die Arbeit und Produkte ihres Betriebs vor. Die Firma Heidenhain stellt im nächsten Ausbildungsjahr rund 80 Auszubildende ein. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. (Foto: Sojer)

Waging am See – Zehn Betriebe aus Waging und Umgebung waren der Einladung von Schuldirektor Matthias Freutsmiedl gefolgt, um am »Tag der Betriebe« an der Mittelschule teilzunehmen. Einen Vormittag lang konnten sich die Schüler der fünften bis zehnten Klassen an den Ständen der Firmen ein praktisches Berufsbild machen. Mit dieser Aktion, unterstützt von der Marktgemeinde Waging und dem Elternbeirat, sollten die Schüler die Gelegenheit bekommen, Kontakte mit möglichen Ausbildungs- oder Praktikumsbetrieben zu knüpfen.


Die Berufsfindung kann schon eine verzwickte Angelegenheit sein. Wofür interessiert man sich, was liegt einem am meisten und wo kann man seine Fähigkeiten am besten ausleben? Das sind Fragen, die geklärt werden sollten, bevor es überhaupt an die Bewerbungen geht. Der »Tag der Betriebe«, der zum ersten Mal an der Mittelschule stattfand, sollte den Schülern eine Hilfestellung geben, Betriebe direkt kennenzulernen und Antworten zu finden, auf die oft so häufig gestellte Frage: Was machen die eigentlich genau?

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Jede Klasse wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Dabei stand selbstständiges Erkunden und Beschaffen von Informationen für jeden Schüler im Vordergrund. Eine halbe Stunde lang durften sie jedes Unternehmen mit Fragen löchern und dabei die Produkte der Firmen besichtigen. Antworten gab es zum Teil von den engagierten Auszubildenden der Betriebe selbst, die mit Freude ihre Arbeit den Schülern erklärten.

Alteingesessene Familienbetriebe, junge innovative Firmen bis international tätige Unternehmen wie die Alzmetall aus Altenmarkt, die Firma Rosenberger aus Fridolfing, Deco-Guss aus Siegsdorf und sogar die Bundeswehr mit der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall waren an der Mittelschule vertreten. Der jüngste Betrieb war die Firma Gröbner Fertigungstechnik aus Petting, die erst 1996 gegründet wurde und sich so erfolgreich weiterentwickelte, dass im Jahr 2007 die Tochterfirma Xtrig, Racing Technology entstand. Die Firma Stöckl Bau aus Tittmoning zeigte, dass man sich manchmal beim Ausbildungsberuf Maurer ziemlich »warm anziehen« muss. Die Firma brachte einen Mini-Bagger mit aufs Schulgelände, den die Schüler mit Begeisterung ausprobieren durften.

Die Firma Bergader zeigte, wie man Milch zu Käse macht. Insgesamt bietet die Firma neun unterschiedliche Ausbildungsberufe an. Die Mitarbeiterinnen der Waginger See-Apotheke erläuterten aufschlussreich das Berufsbild des pharmazeutisch-technischen Assistenten, kurz PTA. Florian Epple aus Waging, Malermeister und Bauberater, legt viel Wert auf Leistungsbereitschaft und Freundlichkeit seiner Lehrlinge. Der Unternehmer, der den Familienbetrieb bereits in der sechsten Generation erfolgreich weiterführt, wies die Schüler unter anderem auch darauf hin, dass es in jedem Beruf auch Schattenseiten gäbe. »Mit Farben zu arbeiten ist herrlich, und wenn dann unsere Kunden zufrieden sind, dann haben wir unseren Job gut gemacht. Allerdings gehören auch Arbeiten dazu, wie das Abschleifen, die manchen weniger Freude machten.«

Ein positives Fazit zog Schulleiter Matthias Freutsmiedl. »Wir haben im Vorfeld 70 Betriebe angeschrieben, zwölf haben zugesagt und letztendlich sind zehn Firmen gekommen. Damit sind wir zufrieden. Es gibt aber noch Luft nach oben.« Er hofft, dass vielleicht das eine oder andere Unternehmen im nächsten Jahr hinzukommt. Es ist geplant, dass »Der Tag der Betriebe« eine feste Veranstaltung wird. soj