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Sport als Leidenschaft

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Mit ihrem Synchronprogramm überzeugt haben Veronika Ausfelder (links) und Alexandra Kick bei der Bayerischen Meisterschaft. Im September messen sie sich nun auf Bundesebene beim Wettbewerb in Sprendlingen.

Traunstein. Sie springen ganz leichtfüßig durch die Lüfte – und das auch noch im Gleichtakt: Veronika Ausfelder (13) und Alexandra Kick (14) vom TV Traunstein haben sich für die Deutsche Meisterschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik qualifiziert. Alexandra Kick, die ein Praktikum beim Traunsteiner Tagblatt absolviert hat, berichtet auf unserer Jugendseite von ihrem Sport:


Spannung, Konzentration und eine fehlerfreie Darbietung gehören dazu, um in meinem Sport etwas erreichen zu können. Rhythmische Sportgymnastik trainiere ich dreimal wöchentlich im TV Traunstein.

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In der Kategorie »Synchron«, bei der man zu zweit drei Übungen mit verschiedenen Handgeräten wie Reifen, Band und Keule exakt gleichzeitig ausführen muss, treten Veronika Ausfelder und ich nach unserer erfolgreichen Qualifizierung auf der Bayerischen Meisterschaft im mittelfränkischen Stein nun im September auf der Deutschen Meisterschaft in Sprendlingen bei Mainz an.

Kampfrichter achten auch auf Ausdruck und Gefühl

Doch nicht nur hartes Training, eine einwandfreie Technik und das Beherrschen der festgelegten Übung sind wichtig, um die Kampfrichter zu überzeugen. Vor allem kommt es darauf an, Leidenschaft in die Choreografie zu legen, um dem Ganzen Ausdruck und Gefühl zu verleihen. Ebenso wenig soll man ein künstliches Lächeln aufsetzen, denn die Freude am Turnen muss von innen herauskommen, echt sein. Denn sobald man die Fläche betritt, soll man zwar angespannt und konzentriert, jedoch nicht zu nervös und verspannt sein. Man muss jeden einzelnen Muskel spüren, das Adrenalin schießt durch den ganzen Körper, die Atmung geht automatisch schneller.

Die Hände werden feucht vor Aufregung, die ersten Takte der Musik ertönen, da beginnen meine Partnerin und ich zu turnen. Meine Augen folgen ihrem Handgerät, ich führe die Bewegung genau gleichzeitig aus und achte dabei auf jede Kleinigkeit. Wenn wir je eine Keule hochwerfen, muss das Handgerät unsere Hände exakt zum gleichen Zeitpunkt verlassen, genau gleich hoch fliegen, und zur selben Zeit wieder von uns aufgenommen werden. Das funktioniert natürlich nicht immer und erfordert ein gewisses Maß an Übung.

Was die Rhythmische Sportgymnastik für mich so reizvoll macht? Zum einem ist es Spannung, ob alles glatt läuft, und die einen ständig begleitet, während man auf der Fläche turnt. Zum anderen ist es das breit gefächerte Angebot der Sportart. Egal ob man sich für eine Einzelkür entscheidet, mit vielen anderen in einer Gruppe tanzt oder mit Handgeräten turnt – man hat tolle Möglichkeiten, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. So wie Veronika und ich im September auf der Deutschen Meisterschaft, auf die wir uns freuen.