Schüler wandelten auf den Spuren der Eiszeit

Traunreut – Mit den »Spuren der Eiszeit« in der Region befassten sich 14 Schüler des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums im Rahmen ihres P-Seminares im Fach Geographie. Zusammen mit ihrem Lehrer Willi Aigner und dem Hobby-Geologen Hannes Peschl aus Laufen unternahmen sie erlebnisreiche Exkursionen und fanden dabei so manche versteinerten Zeugnisse der Erdgeschichte.


Mit dem Fahrrad, mit der Bahn und zu Fuß waren die Seminarteilnehmer im vergangenen Jahr bei teils recht widrigen Wetterverhältnissen auf Spurensuche in der Region. Auf ihren Exkursionen lernten sie den Chiem- und Rupertigau von einer ganz neuen Seite kennen und sahen plötzlich Dinge, die sie vorher ohne ihre Kenntnisse der Erdgeschichte nicht erkannt hätten. Die Schüler besuchten Moorgebiete, die Gegend um den Waginger See, den Bitterstein bei Pierling, einen sehr alten aufschlussreichen Findling, den Haunsberg bei Oberndorf und die Salzachschleife bei Laufen, wo der Fluss farbenprächtige Steine der unterschiedlichsten Beschaffenheit freigibt. Ihre Kenntnisse wurden bei einem Besuch im Naturkundemuseum Siegsdorf noch vertieft.

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Besonders interessant für die Hobby-Geologen war der Haunsberg, wo sie deutliche Auswirkungen der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit vor 10 000 bis 12000 Jahren, entdeckten. Hannes Peschl zeigte ihnen dort am Berg, wo man versteinerte Muscheln findet und sogar Haifischzähne, die darauf hindeuten, dass durch Verwerfungen der Erdkruste der frühere Meeresboden nun hoch oben auf den Bergen zu finden ist.

Bei der Präsentation ihres Seminares vor Eltern, Freunden und Lehrern gaben die Schüler ihr erworbenes Wissen bereitwillig weiter. Ein ausführlicher Fachvortrag über Geologie von Hannes Peschl rundete die Präsentation ab und die Besucher konnten anschließend die Versteinerungen selber in Augenschein nehmen. mix

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