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Schüler lernten »Verantwortung« zu übernehmen

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Beim THW lernten die Schüler verschiedene Bergungsmöglichkeiten kennen.

Traunreut – Kurz vor Beginn der Ferien standen am Traunreuter Johannes-Heidenhain-Gymnasium Projekttage unter dem Motto »Verantwortung« auf dem Programm. Aus der Idee, das Ehrenamt zu stärken, entstand der Überbegriff für die Projekttage, der untergliedert wurde in Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft, gegenüber den Mitmenschen und sich selber.


Aus einer langen Liste an möglichen Projekten konnten die Schüler auswählen. Diese wurden von zahlreichen externen Partnern, Eltern, Vereinen oder auch ehemaligen Schülern geleitet. Für Christina Falter, neben Susanne Hollmann Organisatorin dieser Tage, steht fest: »Die Projekttage ermöglichten einen Blick über den Tellerrand des Schulalltags hinaus und bildeten so einen gelungenen Abschluss des Schuljahres. Vielleicht enden einige Workshops nicht mit dem Abschluss der Projekttage, sondern finden in Form von P-Seminaren, Wahlkursen oder gar persönlichem Engagement eine wünschenswerte und verantwortungsbewusste Fortsetzung.«

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Zwei Tage lang erfuhren beispielsweise Schüler der fünften bis neunten Klassenstufe beim THW-Ortsverband Traunreut, welche Aufgaben diese Bundesanstalt hat. Die Buben und Mädchen erlebten, wie man sich in fremdem Gelände zurecht findet, lernten die Fahrzeuge und Gerätschaften kennen und probierten selber Bergungsmaßnahmen aus. Schon etwas älter waren die Teilnehmer, die sich mit der Arbeit des Traunreuter Weltladens vertraut machten. Viele nette Dinge entdeckten die Schüler im Weltladen, von Schmuck über Schokolade bis zu bunten Tüchern. Sie dekorierten das Schaufenster des Geschäfts an der Werner-von-Siemens-Straße und boten bei der Abschlusspräsentation im Gymnasium fair gehandelte Waren zum Verkauf an.

Ein besonderes Projekt betreute eine Schülerin des Gymnasiums. Chiara Kaltenecker leitete zusammen mit ihrer Freundin Johanna Tann den Workshop »Rettungshunde«. Einen Tag lang waren die Schüler mit den Rettungshunden zusammen, spielten Opfer, ließen sich retten und konnten sich selber als Helfer versuchen. Sportlich zeigten sich die Teilnehmer am Projekt Golf, die der Frage nachgingen: »Verantwortung beim Sport und im Einklang mit der Natur – geht das?« Andrew Foyle, langjähriger Head-Green-Keeper des Chieminger Golf-Clubs, brachte dies auf sehr anschauliche Weise näher.

In einem weiteren Workshop durften die Teilnehmer eine Stadtratssitzung simulieren und dabei Experten zu Traunreuter Themen befragen. Einige Schüler verbrachten zwei Tage im Pur-Vital-Seniorenzentrum, andere besuchten eine Öko-Ziegenbäuerin, machten eine Tour durch die Wimbachklamm oder die Kendlmühlfilzn. Als ehemaliger Schüler stellte Josef Winkler seine App vor, die verantwortungsbewussten Konsum zum Thema hat. mix