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Schüler erinnern an Krieg und Leid

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Lisa Eder (links) hat die Ausstellungstexte in den Computer getippt und die Bilder eingefügt. Teresa Geigl hat hunderte Zeitungsseiten nach Meldungen durchforstet. (Foto: Höfer)

Laufen – Franzosen, Italiener und Deutsche: Vor hundert Jahren haben sie aufeinander geschossen. Und später wieder. Für die Schüler aus dem bayerischen Laufen, dem italienischen Valdobbiadene und dem französischen Jaunay-Clay heute nicht mehr vorstellbar. »Gemeinsames Erbe, gemeinsames Erinnern zwischen Generationen in Europa« nennt sich ihr Projekt.


Sie haben sich auf die Suche begeben nach Schicksalen ihrer Vorfahren – und haben die Feinde von damals besucht. Herausgekommen ist eine sehenswerte Ausstellung, die noch bis 26. November im Erdgeschoß des Alten Rathauses in Laufen zu sehen ist.

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Nach »Erinnerungsstücken aus Laufen« im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg hatten die 14 Schüler der zehnten und elften Jahrgangsstufe gesucht – und einiges gefunden. Feldpostbriefe auf Dachböden, Bilder, Bücher, ein Bajonett, Postkarten und Zeitungsartikel.

»Es war bewegend, die Feldpostbriefe zu lesen«, berichtete etwa Stephanie Mühlthaler, »am Ende war das wirklich total interessant«. Auch Cornelia Herner sprach von einer »voll guten Erfahrung«, sie sei dankbar für diese Chance. Auf 21 Tafeln werfen die Schüler einen lokalen Blick auf die vier langen Jahre des Krieges.

Geschichtslehrerin Martha Bauer-Gantner attestierte ihren Schülern eine »außerordentliche Leistung«, die sie freiwillig in ihrer Freizeit, ohne nach Zeit und Noten zu fragen, vollbracht hatten. Die Ausstellung im Alten Rathaus ist noch bis zum kommenden Mittwoch im Alten Rathaus in Laufen zu sehen. höf