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Schreiben für die Freiheit

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Traunstein – Jedes Jahr schreiben beim Amnesty-Briefmarathon hunderttausende Menschen aus allen Teilen der Welt innerhalb von nur wenigen Tagen Briefe. In diesen Briefen drücken sie ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Menschenrechte auf verschiedene Arten verletzt werden und appellieren an die jeweiligen Regierungen, diese Menschenrechte zu achten und zu wahren. Auch vier Klassen der Privatschulen Dr. Kalscheuer beteiligten sich daran.


So setzten sich die Schüler beispielsweise dieses Jahr für Annie Alfred aus Malawi ein, die unter Albinismus leidet und unter ständiger Angst leben muss. Der Grund dafür ist ein weitverbreiteter Aberglaube, weswegen sie diskriminiert, verfolgt und im schlimmsten Falle sogar getötet werden kann, weil sogenannte »Wunderheiler« behaupten, dass Knochen oder Körperteile von Menschen mit Albinismus Glück bringen. Die Regierung von Malawi unternimmt nichts, um die Betroffenen zu schützen.

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Auch für den Studenten Fomusoh Ivo Feh aus Kamerun machten sich die Schüler stark. Der junge Mann machte sich in einer SMS an einen Freund über die bewaffnete Gruppe Boko Haram lustig. Dafür drohen ihm nun bis zu 20 Jahre Gefängnis.

2015 kamen 255 000 Appelle und Solidaritätsschreiben allein aus Deutschland. Das gemeinsame Briefeschreiben zeigt die Kraft der Bewegung von Amnesty und die vielen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Aber vor allem machen sie Druck auf die Regierungen. fb