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Schlüsselanhänger als Geschäftsidee

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Die Mitarbeiter der Schülerfirma »Traunreuter Kindl« sind schon eifrig dabei, ihre bunten Schlüsselanhänger herzustellen, die sie demnächst zum Kauf anbieten. Auch ein eigenes Logo ihrer Firma haben sie entworfen. (Foto: Mix)

Traunreut – In Traunreut gibt es seit wenigen Wochen eine neue Firma mit Namen »Traunreuter Kindl«. Sie hat 15 junge Mitarbeiter, die allesamt noch in die Schule gehen, nämlich in die Walter-Mohr-Realschule. Im Laufe eines Schuljahres lernen die Mädchen und Buben bei diesem Projekt, wie eine Firma funktioniert und was notwendig ist, um ein Geschäft erfolgreich zu führen. Das Produkt der Schülerfirma, das sie selber herstellt und vertreibt, sind bunte Schlüsselanhänger.


Einmal pro Woche treffen sich die Mitglieder

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Einmal wöchentlich treffen sich die Mitarbeiter des »Traunreuter Kindl« zum Meeting. Die Schüler der achten und neunten Klasse sowie ein Fünftklässler besprechen dabei das weitere Vorgehen und die anstehenden Arbeiten. Es gibt verschiedene Abteilungen für Marketing, Finanzen, Verwaltung, Technik und eine Pressestelle, in denen die Schüler ihre jeweiligen Aufgaben haben.

Das Projekt Schülerfirma läuft bereits im vierten Jahr an der Traunreuter Realschule immer mit anderen Teilnehmern und Firmenideen. Heuer fiel die Entscheidung auf Schlüsselanhänger als Produkt, das in den nächsten Wochen und Monaten möglichst zahlreich an den Mann gebracht werden soll.

»Wir wollten etwas verkaufen, das wir selber gemacht haben«, erklärt Vorstandsvorsitzende Angelina Müller. Die Mädchen und Buben stellen die Anhänger aus Filz her, nähen bunte Borten drauf oder besticken sie mit Begriffen wie »Prinzessin«, »Bruderherz« oder ähnlichem. Beim anstehenden Elternsprechtag an der Realschule und auch beim »Sozialen Weihnachtsmarkt« der Schulen und Vereine am 21. Dezember auf dem Traunreuter Rathausplatz gehen die ersten fertigen Teile in den Verkauf.

Aktien im Wert von zehn Euro verkauft

Damit die Geschäftsidee überhaupt erst einmal in Gang kommen konnte und das nötige finanzielle Polster geschaffen wurde, gründeten die Schüler eine Aktiengesellschaft und verkaufen Aktien im Wert von zehn Euro. Bei der Aktionärsversammlung am Ende des Schuljahres, wenn der Erfolg des Unternehmens offen gelegt wird, bestimmen die Aktionäre, was mit dem erwirtschafteten Geld passieren soll. »Es ist schon ganz schön stressig und ich hätte nicht gedacht, dass so viel zu tun ist«, erklärt Angelina Müller, die die Firma nach außen vertritt, »aber es macht großen Spaß und wir sind eigentlich schnell in die Aufgaben reingewachsen.« mix