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Rollstuhlgerechtes Traunstein

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Zusammen mit Jutta Schnell waren die Schüler in Traunstein unterwegs. Dabei half auch Linda Reiter der Rollstuhlfahrerin beim Einsteigen in den Bus.

Traunstein. Ob das Stadtgebiet von Traunstein wirklich rollstuhltauglich ist, das testeten 21 Jugendliche der Berufsschule für Sozialpflege. Dabei begleiteten sie Jutta Schnell, die seit einem Unfall vor 15 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist und täglich mit der Problematik konfrontiert wird.


Zwar wurden von der Stadtverwaltung schon einige Verbesserungen vorgenommen, jedoch gäbe es immer noch viele Hindernisse und Barrieren. Diese würden es laut den Schülern für Rollstuhlfahrer fast unmöglich machen, ohne Hilfe von A nach B zu gelangen.

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Um etwas voranzubringen, ergriffen vier couragierte Schüler noch am selben Abend die Initiative und baten Verkehrsminister Peter Ramsauer um ein Gespräch. Sie schilderten ihm ausführlich die Problematik mit fehlenden Rampen, zu hohen Bordsteinkanten, zu wenig geschultem Personal sowie die teilweise fehlende Beschilderung. Zudem erwähnten sie das Kopfsteinpflaster am Stadtplatz, das beim Überqueren Probleme bereitet.

Außerdem unterhielten sich die Berufsschüler noch mit CSU-Stadtrat und Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Osenstätter sowie mit CSU-Ortsvorsitzenden Christian Hümmer. Beiden überreichten sie eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen für ein rollstuhlgerechtes Traunstein. Dabei sicherten die Politiker den Schülern zu, dass sie sich mit ihnen noch einmal über konkrete Vorhaben zusammensetzen wollen. Einige Tage später verfassten die einzelnen Gruppen der Klasse noch Briefe an die Firmen und Behörden, in denen die konkreten Problematiken nochmals geschildert wurden. Antworten dazu erhielten die Schüler bereits vom Landratsamt, der Deutschen Bahn und des Regionalverkehrs Oberbayern. Auf eine Antwort der Politiker warten die Schüler aber bisher noch vergebens.