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Ritter und Retter beim Schnuppertag der Malteser-Jugend

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»Was ist das für ein komischer Beutel?« – diese und viele weitere Fragen hatten die Kinder beim »Ritter-und-Retter-Tag« der Traunsteiner Malteser-Jugend. Maxi Letschert (links) und Dominik Winklmaier, die selbst vor zehn Jahren bei der Jugendgruppe begonnen haben, zeigten Einsatzfahrzeuge her und stellten die Ausrüstung vor. Der komische Beutel dient übrigens zum Beatmen von Patienten. (Foto: Volk)

Traunstein – Großes Interesse fand der Schnuppertag der Malteser-Jugend Traunstein. Fast 50 Buben und Mädchen kamen, um die Jugendarbeit der Hilfsorganisation bei einem Aktionstag rund um die Erste-Hilfe-Ausbildung und die karitative Arbeit kennenzulernen. Auf sieben Stationen wurde ein vielfältiger Einblick gegeben, wie Kinder ab sieben Jahren und Jugendliche für soziales Engagement und die Hilfe für Menschen in Not begeistert werden und wie man »Malteser-Ritter« oder »Malteser-Retter« werden kann.


Dass man auch als junger Mensch effektive und möglicherweise lebensrettende Erste Hilfe leisten kann, demonstrierte Dr. Michael Winklmaier, Gliederungsarzt der Traunsteiner Malteser. Er zeigte, wie man kontrolliert, ob ein Mensch atmet und das Herz schlägt, und führte vor, wie die stabile Seitenlage bei bewusstlosen Personen anzuwenden ist.

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Kinder lernten Wunden richtig zu versorgen

Jugendgruppenleiterin Marina Albrecht und Tine Sedlmeier zeigten, wie einfach Wunden verbunden oder ein Fingerverband angelegt werden. Maxi Letschert und Dominik Winklmaier, ehemals Mitglieder der Malteser Jugend, längst aber ausgebildete Einsatz- und Rettungssanitäter, öffneten die Türen eines Krankentransportwagens und stellten den Kindern die Ausstattung und medizinischen Gerätschaften vor. Von der Handhabung einer fahrbaren Krankentrage über den Defibrillator bis zum Inhalt eines Notfallkoffers – die Kids hatten unzählige Fragen und wollten leibhaftig erfahren, wie es ist, auf der Trage in das Fahrzeug hinein- und wieder herausgeschoben zu werden.

Auf einer der weiteren Stationen ging es, ausgestattet mit Funkgeräten, auf den Max- und Stadtplatz. Michael Wiedemann von der Schnelleinsatzgruppe »Information und Kommunikation« stellte Fragen wie bei einer Schnitzeljagd, die per Funkspruch zur Einsatzzentrale beantwortet werden mussten. Schon ein wenig gruselig wurde es, als Sabine Gschoßmann von der Gruppe für Realistische Unfalldarstellung täuschend echt aussehende Verletzungen schminkte. So jedoch konnte gut geübt werden, wie zum Beispiel eine Brandverletzung richtig versorgt wird.

Gisela Eidenschink lehrte die Kinder, wie ein Rollstuhlfahrer sicher über Stufen und Bordsteine geschoben wird. Im Hof des Malteser-Schulungszentrums wurde miteinander gespielt und die Buben und Mädchen wetteiferten, wer den hölzernen Malteser-Ritter durch einen gezielten Wurf zu Fall bringt.

Urkunden und Brotzeit zum Abschluss

Zum Abschluss des erlebnisreichen Tages gab es für alle jungen Teilnehmer eine »Abenteuer-Helfen-Urkunde«, die bescheinigt: »Hals- und Beinbruch bereiten keine Schwierigkeiten mehr, weil beim Erste-Hilfe-Schnuppertag fleißig geübt wurde.« Mit einer stärkenden Brotzeit verwöhnte die Küchengruppe der Malteser die »Miniretter.« Viele der Buben und Mädchen verabschiedeten sich mit »Ich komme wieder«.

Die Malteser-Jugend trifft sich jeden Mittwoch um 17.15 Uhr im Schulungszentrum in Traunstein, Schaumburgerstraße 31. Weitere Information gibt es auch unter Telefon 0861/98 66 00. pv