weather-image
31°

Neues Album: »Ich bin sehr stolz darauf«

3.8
3.8
Bildtext einblenden
Tobias Regners neue CD »Ohne Netz und doppelten Boden« bietet deutschsprachigen Gitarren-Pop-Rock. Der gebürtige Teisendorfer verdient noch immer als Musiker sein Geld.

Neun Jahre nach seinem Sieg bei »Deutschland sucht den Superstar« veröffentlicht Tobias Regner jetzt seine neue CD »Ohne Netz und doppelten Boden«, sein mittlerweile fünftes Studioalbum. Die Jugendreaktion des Traunsteiner Tagblatts sprach mit dem 32-Jährigen über seine neuen Lieder und sein Leben als Musiker.


Du hast vor gut zwei Wochen dein neues Album »Ohne Netz und doppelten Boden« veröffentlicht. Wie stolz bist du darauf?

Anzeige

Ich bin sehr stolz darauf. Mein Bruder hat die Platte produziert und mir bei den Aufnahmen nicht drein geredet, das heißt, ich konnte die Songs in genau dem Arrangement aufnehmen, in dem ich sie haben wollte. Das Album geht in Richtung deutschsprachiger Gitarren-Pop-Rock. Wir hatten eine Geigerin und eine Cellistin zur Verfügung, die den Sound nochmal ziemlich aufgewertet haben. Die Grafik des Albums hab' ich auch selbst gestaltet, und so ist alles an dem Album genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe.

Es gab bereits eine Release-Party. Wie haben die Leute darauf reagiert?

Das Release-Konzert fand im Café Weinmüller in Siegsdorf statt. Die Location war dafür genau richtig, weil sie total gemütlich und außerdem nicht allzu groß ist, das heißt, bei 100 Besuchern mussten sich die Leute schon mal a bissl aneinander kuscheln. Und dieses Café kann sich erstaunlich schnell in einen Hexenkessel verwandeln, soll heißen, dass das Eis schnell gebrochen war, die Leute getanzt und mitgesungen haben. Die Songs kamen gut an und wurden sogar richtig vom Publikum gefeiert. Für mich alles in allem ein voller Erfolg.

Ist dein Hauptberuf immer noch Musiker?

Ich gebe unter der Woche Gitarrenunterricht und spiele an den Wochenenden Konzerte in verschiedenen Bands. Zudem werde ich von Juni bis Juli als Darsteller in einem Musical mitwirken. Also ja, im Moment lebe ich nur von der Musik.

Zurzeit läuft ja die zehnte Staffel »Deutschland sucht den Superstar« (»DSDS«). Würdest du heute noch einmal mitmachen?

Mit den Erfahrungen der letzten neun Jahre im Hinterkopf würde ich, glaub' ich, nicht mehr mitmachen. Die Show hat zwar meinen Namen in kurzer Zeit bekannt gemacht und ich bekomme deswegen heute immer noch Engagements, aber die Größenordnung, in der meine Konzerte derzeit stattfinden, hätte ich mir in den neun Jahren, die seitdem vergangen sind, auch selbst erarbeiten können. Man muss die Teilnahme an so einer Casting-Show einfach als kurzzeitige Werbung sehen, als kurzes Zeitfenster, das man nutzen muss, um möglichst viele Menschen auf sich aufmerksam zu machen, denn schon morgen könnten die Leute ihre Aufmerksamkeit wieder jemand anderem schenken. Aber ich denke, dass nach den unzähligen Staffeln der Show »DSDS« mittlerweile jeder gecheckt haben dürfte, dass die daraus hervorgehenden Gewinner eben nicht automatisch Superstars sind, die bis an ihr Lebensende ausgesorgt haben. Wenn man diese Show gewinnt, geht die Arbeit erst richtig los, denn dann gilt es, dieses Level zu halten – und das ist ziemlich schwer.

Hast du für unsere Leser noch einen Musiktipp? Welche Musik hörst du gerade?

Ach, die Bands die ich so höre, laufen nicht im Radio. Ich hör' solche Bands wie »Billy Talent«, »Foo Fighters« und »Stone Sour«. Aber wenn ich einen guten deutschsprachigen Song im Radio hör', bin ich natürlich auch begeistert. Im deutschsprachigen Bereich gibt's da zum Beispiel »Bosse« oder »Madsen«, die ich vor allem textlich sehr gut finde.

Hast du demnächst bei uns in der Nähe einen Auftritt?

Leider nein, aber ich arbeite dran. Wenn es neue Termine gibt, findet ihr sie auf meiner Internetseite. Helena Stadler