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Mülltonnen-Staffel und Tausendfüßler-Rallye

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Bei der Mülltonnen-Staffel war ein gutes Zusammenspiel zwischen den Schülern gefragt. Da dem stehenden Jugendlichen die Augen verbunden wurden, musste er auf die Anweisungen seines Teamkollegen hören, der in der Mülltonne saß. (Foto: Giesen)

Marquartstein. 20 Kinder aus dem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) in Ruhpolding kamen jüngst zum alternativen Sportfest in die Turnhalle der Achental-Realschule. Gastgeber waren zwei achte Klassen der Realschule, insgesamt 60 Schüler, die gemeinsam mit Kindern des HPZ, von der zweiten bis zur zehnten Klasse, Spiele und allerhand lustige sportliche Aktivitäten unternahmen.


Unter der Regie von Realschul-Sportlehrerin Hildegard Stephan war ein Parcours mit vielen Stationen aufgebaut worden, an denen verschiedene Aufgaben erfüllt werden mussten. Neun Gruppen mit jeweils acht Schülern – jeweils zwei oder drei vom HPZ und sechs von der Realschule – mussten zum Beispiel eine »Tausendfüßler-Ralley« oder eine Mülltonnen-Staffel absolvieren. Bei Letzterem wurde ein Schüler in der Mülltonne sitzend von einem anderen, der durch das Tragen einer dunklen Brille blind ist, durch einen Parcours gefahren.

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Balancieren auf einer Slackline machte nicht nur den Schülern Spaß, ebenso wie das »römische Wagenrennen«, bei dem ein Schüler auf einer Teppichfliese sitzend von den anderen im Slalom durch die Halle gezogen wird. Auch Slalomlaufen mit Luftballons gab es, wobei acht Schüler eng aneinandergereiht eine abgesteckte Strecke laufen mussten, sodass die Luftballons weder auf den Boden fallen noch kaputt gehen sollten. Ein weiterer Höhepunkt war eine viel zu hoch gehängte Wäscheleine, an die das Wäscheaufhängen nur möglich war, wenn einer den anderen auf den Schultern trug.

Zu welcher Gruppe jeder Schüler gehörte, war leicht an den bunten, fantasievoll bemalten T-Shirts zu erkennen. Denn bei einem ersten Treffen der Schüler einige Wochen vor dem Sportfest hatte sich jede Gruppe einen Namen gegeben, jeweils eine Gemüse- oder Obstsorte, und dazu eigenhändig ein T-Shirt kreiert. Der Lärmpegel und die vielen lachenden Gesichter zeigten, wieviel Spaß die Kinder hatten, auch wenn hier »ganz nebenbei« Teamgeist und Kooperationsbereitschaft trainiert wurden. »Was zählt, ist nicht wie bei den Bundesjugendspielen die Leistung des Einzelnen, sondern das Gruppenergebnis«, sagt Organisatorin Hildegard Stephan.

Bei der Siegerehrung, die Schulleiter Günther Miller zusammen mit Hildegard Stephan und Engelbert Pletschacher von der VR-Bank Marquartstein, die das Fest finanziell unterstützt hatte, vornahm, wurden die »Gewinner« gekürt. Die meisten Punkte hatten die Gruppen »Kokosnüsse« und »Äpfel«. Jeder Teilnehmer erhielt eine Goldmedaille mit Urkunde überreicht und kleine Geschenke, die von den örtlichen Geschäften großzügig gespendet worden waren. Nicht zuletzt hatten zu dem Gelingen des Fests die kulinarischen Leckerbissen beigetragen, die Schülermütter für die Pause bereitgestellt hatten. gi