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Muckis und Köpfchen sind gefragt

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Azubi Roxana Westphal lernt einerseits, wie man Sportler in die Geräte einweist. Andererseits beinhaltet die Ausbildung aber auch einen hohen kaufmännischen Anteil.

Roxana Westphal war von Kind an sportbegeistert. Alle möglichen Sportarten hat sie ausprobiert. »Nach meinem Abitur war es klar, dass ich in die Fitnessbranche will«, erzählt sie. Nun ist Westphal Auszubildende zur Sport- und Fitnesskauffrau.


Wer sich für die dreijährige Ausbildung entscheidet, sollte auf jeden Fall gerne Sport treiben. »Wie kann ich Menschen sonst davon überzeugen?«, erklärt Westphal. Die Arbeit bestehe aber nicht allein darin, Sportlern im Fitnessstudio beratend zur Seite zu stehen, sagt Expertin Katrin Kämmer. Dazu gehöre vielmehr auch eine kaufmännische Ausbildung.

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»Momentan bin ich zwei Monate in der Administration und beschäftige mich mit Kündigungen und Vertragsverlängerungen«, erzählt Westphal über ihren Alltag. Die angehenden Fachkräfte befassen sich mit Verwaltungsaufgaben, Marketing und Rechnungswesen. Sie lernen Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedschaftsverkauf. Darüber hinaus erfahren sie, wie sie Sportler in die Geräte einweisen. In der Berufsschule geht es etwa darum, Kundengespräche zu führen oder sportliche Veranstaltungen zu organisieren.

Wer sich für den Beruf entscheidet, hat häufig die mittlere Reife oder sogar Abitur. Gute Deutsch- und Mathekenntnisse seien in dem Beruf Voraussetzung, zählt Kämmer auf. Die Fachkräfte sind für die Korrespondenz mit Kunden zuständig und erfassen und überwachen die Kosten etwa für eine Mitgliedschaft. Außerdem brauchten sie soziale Kompetenzen. »Dazu zählen Kommunikation, ein Gespür für die Kunden, aber auch Flexibilität.«

Ausbildungsplätze gibt es nicht nur in Fitnessstudios, sondern auch bei Sportverbänden. Auszubildenden stehen nach dem Abschluss viele Türen offen, weil ihre Lehre hohe kaufmännische Anteile enthält. Absolventen können zum Beispiel im Marketing oder Controlling von Betrieben abseits des Sports arbeiten.

Die Ausbildungsvergütung liegt im ersten Lehrjahr bei rund 600 Euro. »Im zweiten und dritten Lehrjahr erhalten Auszubildende jeweils circa 50 Euro mehr«, erläutert Paul Ebsen von der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg. Nach der Ausbildung könnten Jugendliche mit einem Monatsgehalt von 1100 bis 1500 Euro brutto einsteigen. Wer in einem Krankenhaus oder einer Reha-Klinik beschäftigt ist, könne durchaus 2000 Euro brutto verdienen.

Einen Fehler sollten angehende Sport- und Fitnesskaufleute aber nicht machen: »Viele denken, dass es sich hauptsächlich um Sport in diesem Beruf dreht«, sagt Roxana Westphal. »Dass es nicht so ist, darüber sollte man sich schon bewusst sein, wenn man diesen Beruf wählt.«