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Mobbing ein absolutes »No-Go« in der Schule

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Die Jugendsozialarbeit an den Berufsschulen I und III machte mit einem Präventionsprojekt auf das Thema Mobbing aufmerksam. Der Weimarer Kultur-Express spielte dazu an zwei Tagen Theaterstücke. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – »Wir wollen die Schüler über das Entstehen und die Folgen von Mobbing sensibilisieren.« Das machte Jugendsozialarbeiterin Barbara Hofstetter deutlich, die für die Jugendsozialarbeit (JaS) an der Berufsschule III in Traunstein zuständig ist. Gerade mit Beginn des neuen Schuljahres hat man in der JaS ein besonderes Auge darauf, dass »die Neuen« sich zurecht finden und niemand ausgegrenzt und gemobbt wird.


Mit den Kollegen von der Berufsschule I, Katja Müller-Bock und Stefan Starzer, will man die Schüler motivieren, sich gegen Mobbing zu positionieren. »Für jeden Schüler muss gelten, dass er angstfrei in die Schule geht«, betonte Hofstetter weiter. Dies sei nötig, damit die Schüler ihre Ressourcen und ihr Potenzial ausschöpfen könnten. Diese Woche startet ein Präventionsprojekt dazu, das mit einem Theater begann.

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Dr. Martin Brunnhuber, ständiger Stellvertreter des Schulleiters an der Staatlichen Berufsschule III, betonte zu Beginn der Veranstaltung, dass Schule ein geschützter Rahmen sei, in dem sich jeder individuell entfalten könne. Dies setze ein angstfreies in die Schule gehen und ein gegenseitiges Respektieren voraus. Die Schüler ermutigte er, wenn Mobbing vorkomme, sofort offen darüber zu reden.

Das Mobbingpräventionsprojekt ist in drei Veranstaltungen aufgegliedert. Zunächst wurde ein Theaterstück des Weimarer Kultur-Express in der Aula der BS I aufgeführt. Anschließend diskutierten die Schüler der BS III mit den Schauspielern über die Thematik. Dann wurde das Stück noch einmal für die Schüler der BS I aufgeführt. Auch hier schloss sich eine Diskussionsrunde an, in der die Schüler ihre Erfahrungen und Fragen »loswerden« und sich intensiver austauschen konnten.

In den folgenden Unterrichtsstunden wurde die Thematik in einer sozialpädagogischen Gruppenarbeit vertieft. Ihren Abschluss findet die Projektwoche mit zwei Fachvorträgen zu den Gefahren moderner Medien und »Cybermobbing«, die der Jugendpräventionsbeauftragte der Polizei Traunstein, Martin Neuhauser, hält. awi