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Mit Graffiti Europa verstehen

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Die Traunreuter Realschüler gestalteten eigene Graffitis am Parkplatz der Schule. Mit dabei waren auch Hillevie Grossmann (von links), Christopher Kufner und Rebecca Untermeyer.

Traunreut. Viele verstehen unter Graffiti nur unerkennbare Schmierereien unter Brücken. Dennoch sind gute Graffitis Kunst und eine besondere Ausdrucksform der Jugendkultur. Um diese Kunstform aufzugreifen, haben sich acht europäische Länder und die Türkei zusammengeschlossen, um im Rahmen von Comenius das multilaterale Schulprojekt »Streetart bridges Europe (SABE)« mit der Realschule Traunreut zu realisieren.


Dies gibt den beteiligten Schülern die Gelegenheit, sich international mit europäischen Themen wie Integration, demografischer Wandel sowie kulturelle und sprachliche Diversität zu beschäftigen. Bei dem Projekt steht zudem der Fremdsprachenerwerb im Vordergrund. Letztendlich lernen die beteiligten Schüler und Lehrer Besonderheiten Europas kennen und auch die Wichtigkeit der englischen Sprache.

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Um SABE an der Schule in einer professionellen Art und Weise umzusetzen, wurde der Installationskünstler Fabian Vogl aus München engagiert, der zusammen mit den Schülern die Themen zeichnerisch gestaltete. An einer Mauer am Parkplatz der Traunreuter Realschule sprayten die Jugendlichen ihre eigenen Graffitis. Bei einer geplanten Projektreise nach Spanien werden sie bald ihre großflächigen Kunstwerke den anderen Projektpartnern präsentieren.

Moderne Graffitikunst dient als Kommunikationsmittel für die Schüler und Lehrer der neun am SABE-Projekt beteiligten Länder. Diese sind Deutschland, Slowakei, Slowenien, Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Polen und die Türkei. »Denn Kreativität und Kulturdiversität sind die Basis eines vereinten Europas«, erklären die Projektleiter an der Walter-Mohr-Realschule, Renate Klupp und Pedro May. Das Comeniusprojekt wird von der Europäischen Union finanziert und von den beiden Lehrkräften geleitet.

Zum Comenius-Projekt an der Traunreuter Realschule gehörten auch zwei Vorträge von Peter Bauch, einem ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Er referierte über europäische Themen, die gleichzeitig drängende nationale Themen sind. Dazu gehörte etwa das Abschalten der Atomkraftwerke, der Ausbau von Erneuerbaren Energien sowie die Migration in und nach Europa. mix