»Menschen für Menschen im Heimatraum«

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In Zweiergruppen tauschten sich die Schüler mit den Flüchtlingen über Hobbys, Familien und Heimat aus.

Traunstein – Eine Projekt-Seminargruppe des Chiemgau-Gymnasiums hat Kontakt zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aufgenommen und mit ihnen einen spannenden Abend verbracht. Cosima Neuberger hat über die Erfahrungen der Schüler einen Bericht verfasst:


In unserem Projekt-Seminar »Menschen für Menschen im Heimatraum – Hilfsprojekt konkret« unter der Leitung von Bruni Kraus entschieden wir uns, Kontakt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aufzunehmen, die in Traunstein in verschiedenen Einrichtungen leben. Es ergab sich, dass unsere Kontaktgruppen in der Obhut der Diakonie in Traunstein leben, deren Mitarbeiter diesen Jugendlichen so viel geben. Das sympathische und freundliche Verhalten dieser jungen Menschen spiegelte dies bei unserer ersten Begegnung deutlich wider.

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Im Vorfeld dieses ersten Treffens gab uns die Soziologin und interkulturelle Trainerin Gabriele Buschmann von der Diakonie zunächst in mehreren Workshops Einblicke in die Lebensumstände dieser Menschen und sensibilisierte uns für die Themen Diskriminierung, Flucht und Heimat.

Vor ein paar Tagen trafen wir uns dann erstmalig mit 13 Jugendlichen aus Eritrea, Mali, Syrien, Pakistan und Ghana sowie ihren Betreuern zu einem gemütlichen Kennenlernabend. Nach verschiedenen Vorstellungsrunden tauschten wir uns in wechselnden Zweiergruppen über unsere Namen, Hobbys, Familien und unsere Heimat aus. Auch Politik, Religion sowie Gruppen, die in den jeweiligen Ländern diskriminiert werden, haben wir thematisiert. Das Interesse aneinander war so groß, dass sich in der Pause sofort kleine Gruppen zusammenfanden, in denen man sich weiter angeregt unterhielt.

Nach Sonnenuntergang feierten wir mit den jungen Flüchtlingen ein kleines Fest, aßen miteinander unsere mitgebrachten Speisen, aus denen wir bereits vor dem Eintreffen unser Gäste ein reichhaltiges Büffet gestalteten. Die Stimmung war den ganzen Abend fröhlich und offen. Es wurde viel gelacht und erzählt und dies in deutscher Sprache, denn die jungen Männer sprechen bemerkenswert gut Deutsch. Auch waren die Jugendlichen ausgesprochen höflich und dankbar, dass wir sie eingeladen hatten. Wir alle freuen uns schon sehr auf unser Wiedersehen im September. fb