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»Lasst euer Getränk nicht aus den Augen«

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Traunreut – Cannabis, K.-o.-Tropfen und Crystal Meth tauchen auch im Landkreis Traunstein immer mehr auf. Um Jugendliche auf die Gefahren von legalen und illegalen Rauschmitteln aufmerksam zu machen, informierte Polizeihauptmeister Hermann Soiderer in sieben Veranstaltungen die Schüler an der Berufsschule der Jugendsiedlung Traunreut.


Nachrichten über die steigende Anzahl und das gleichzeitig sinkende Alter von jugendlichen Komasäufern seien alarmierend, so der Jugendbeauftragte der Polizeiinspektion Trostberg. Hinzu komme, dass der Markt immer mehr von synthetischen und anderen Drogen überschwemmt werde. »Die Liste der Suchtmittel wird immer länger, der Bezug aber immer einfacher.«

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»Diese Entwicklungen der Gesamtgesellschaft machen auch vor Schultoren nicht halt«, so Schulleiter Ulrich Genghammer, »umso wichtiger ist es, die jungen Menschen immer wieder über mögliche Folgen des Rauschmittelkonsums und -missbrauchs zu informieren und sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst anzuregen.«

Besonderes Augenmerk legte Soiderer auf das Thema Alkohol und erklärte den Schülern, warum Alkoholmissbrauch gerade bei Jugendlichen gesundheitlich und sozial verheerende Folgen haben kann. Unter anderem wird eine Alkoholabhängigkeit auch an die Führerscheinstelle gemeldet.

Besonders gefährlich sind auch Cannabis und andere illegale Drogen. Soiderer machte deutlich, dass man nie wissen könne, was in den Drogen alles enthalten ist und was an Stoffen beigemischt wurde. Der Polizeihauptmeister warnte die Schüler eindringlich vor den Risiken, besonders von der hochgefährlichen Billigdroge Crystal Meth. »Das synthetisch hergestellte Methamphetamin breitet sich auch bei uns immer mehr aus«, betonte Soiderer. Es würde schnell abhängig machen und schwerste Schäden an Körper und Psyche anrichten.

Auch die sogenannten K.-o.-Tropfen, auch bekannt als Liquid Ecstasy, wurden von dem Jugendbeamten erwähnt. »Meistens mischen die Täter das Zeug in Discos und auf Festen ins Getränk, ohne dass man es merkt. Die Tropfen riechen und schmecken nach nichts. Nur danach könnt ihr euch kaum an etwas erinnern«, mahnte Soiderer.

Er gab den Jugendlichen in diesem Zusammenhang auch noch einen wichtigen Tipp: »Am besten lasst ihr eure Getränke nicht aus den Augen und geht wieder mit den Leuten zusammen nach Hause, mit denen ihr gekommen seid.« Denn der beste Schutz sei immer noch der, dass man innerhalb der Gruppe aufeinander aufpasst.