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Klimabewusst einkaufen

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Woher müssen die Erdbeeren kommen, damit sie möglichst wenig klimaschädlich sind? Das führte bei den Isinger Fünftklässlern gleich zu Beginn zu Diskussionen.

Chieming. »Warum kann die Produktion von Fleisch so klimaschädlich sein?« Dies ist nur eine der vielen Fragen von Diplombiologin Martina Mitterer, die am Landschulheim Schloss Ising durch eine Ausstellung mit dem Titel »Klimaladen« führte. Alle Gymnasiasten, von den Fünftklässlern bis zu den Zwölftklässlern, hörten zuerst Mitterers Einführung, bevor sie dann in Gruppen zu einem Planspiel starteten.


Mit einer vorgegebenen Einkaufsliste konnten sie aus einer umfangreichen Produktpalette wählen: verpackte oder frische Waren, bio oder konventionell, regional oder mit weitem Transportweg, saisonal oder nicht, Fastfood oder Slowfood, fair oder sozial unverträglich, Recycling- oder Frischfaserprodukte bei Papierwaren.

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Die Gruppen, die jeweils eine bestimmte Anzahl von Produkten aus den Bereichen Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel und Gebrauchswaren einkaufen mussten, hatten aber jeweils unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele. Die einen sollten fleischlos essen, die anderen regionale Produkte bevorzugen, wieder andere auf Bio achten. Weitere Gruppen hatten entweder wenig Geld zur Verfügung oder konnten frei wählen. Danach wurde ausgewertet: Wer musste am meisten Geld ausgeben? War es möglich, alle Produkte regional einzukaufen?

Ziel der Ausstellung ist es laut Martina Mitterer, den Schülern möglichst konkrete Handlungsanweisungen für den klimabewussten Einkauf zu geben. So sei es etwa möglich, bei einem Biobauern vor Ort Kartoffeln für einen Euro pro Kilogramm einzukaufen und damit alle genannten Kriterien zu erfüllen. Nach der Auswertung des Einkaufens lösten die Schülergruppen noch einige Zusatzaufgaben und gaben ihre gewonnenen Ergebnisse an die gesamte Klasse weiter. Die Ausstellung, die am Isinger Gymnasium zu sehen war, ist ein länderübergreifendes Euregio-Projekt und tourt im Raum Berchtesgaden, Traunstein und Salzburger Land durch die Schulen.