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Kleiner Roboter begeistert Schüler

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Mit einer eingebauten Kamera versucht der neue Roboter im Besein von Informatiklehrer Josef Möhrwald unter anderem das Gesicht einer Schülerin zu erkennen. (Foto: Grimm)

Traunstein. Die Schüler einer siebten Klasse des Chiemgau Gymnasiums staunten nicht schlecht, als der kleine, fünf Kilogramm schwere, humanoide Roboter den rechten Arm hob und ein englisches »Hello« von sich gab.


Für das Wahlfach Robotik, welches das Chiemgau-Gymnasium seit 2003 als Wahlfach anbietet und an dem 16 Schüler pro Gruppe teilnehmen können, ist die Dauerleihgabe der Firma Heidenhain aus Traunreut ein wahrer Gewinn. 10 000 Euro ist das Paket mitsamt visuellem Programmierungssystem wert und soll vor allem die Teamfähigkeit und die Kreativität der Schüler fördern.

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Die Befehle, die der Roboter ausüben soll, können über den Laptop eingegeben werden und der Roboter führt diese anschließend über ein BluetoothSignal aus. »Das ist vor allem für die Schüler toll, dass sie eben nicht nur vor dem PC sitzen, sondern direkt am Objekt arbeiten können«, sagt Josef Möhrwald, Lehrer für Informatik.

Der Roboter des französischen Roboterherstellers Aldebaran ist mit einer Grundintelligenz, dem sogenannten »Behaviour« ausgestattet, und reagiert über Sensoren. Zwei Kameras ermöglichen es dem Roboter vor allem räumlich zu sehen. Durch eine hinterlegte Maske kann er sogar Gesichter erkennen und durch integrierte Mikros auch die dazugehörigen Stimmen.

Bisher wurde im Robotik-Unterricht mit Legorobotern gearbeitet, die eigens von den Schülern programmiert wurden und mit denen sie auch an Wettbewerben teilnahmen. »Der Vorteil dieses humanoiden Roboters ist, dass eine große Gruppe Schüler ihn gleichermaßen nutzen kann«, sagt Diether Thumser, ebenfalls Informatiklehrer.

Er war es auch, der sich dafür engagiert hatte, den Roboter ans Chiemgau-Gymnasium zu holen. Das langfristige Ziel, so Konrad Sterflinger von der Firma Heidenhain aus Traunreut ist es, »die Technik begreifbarer zu machen und die technischen Berufe an eine breitere Masse heranzutragen.«

Als der Roboter schließlich einen Tanz vorführte, zu einer Musik, die er selbst abspielte, waren die anwesenden Schüler, und auch die Lehrer, dann restlos begeistert. Christina Grimm