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Jugendliche wurden zu Abgeordneten

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Für vier Tage in die Rolle eines Bundestagsabgeordneten schlüpfen, konnten 312 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren beim bundesweiten Planspiel »Jugend im Parlament«. Unter den Teilnehmern, die von den Mitgliedern des Bundestages nominiert wurden, waren auch zwei junge Frauen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land.


Auf Einladung des CSU-Abgeordneten und Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer nahm Hannah Lotze aus Ainring daran teil. Aus Fridolfing kommt Gymnasiastin Carina Messner, die von der SPD-Abgeordneten Bärbel Kofler in die Hauptstadt geholt wurde.

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Ziel des Planspiels ist es, den Jugendlichen ein besseres Verständnis dafür zu ermöglichen, wie Gesetze entstehen. Vier fiktive Tagesordnungspunkte haben die »Nachwuchspolitiker« in diesem Jahr entwickelt, beraten und letztlich auch verabschiedet. Zur Debatte standen Entwürfe zur »Einführung anonymisierter Bewerbungen für Bundesbehörden«, zur »Freistellung bei akutem Pflegebedarf von Familienangehörigen«, zur »Einführung einer Pkw-Maut« sowie zur »Einführung einer Wahlpflicht bei Bundestagswahlen«. Die Jugendlichen lernten dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen – in den Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen.

Das Fazit der Ainringerin Hannah Lotze zum Planspiel fiel danach durchaus positiv aus: »Sehr interessant und spannend, obwohl ich einer anderen als meiner Wunschpartei zugeteilt wurde.« Vor allem fand sie es beeindruckend, sich einfach frei in den Bundestagsgebäuden bewegen zu können. So nutzte sie, wie die anderen Teilnehmer, auch den »Eingang für Abgeordnete« anstatt des gewöhnlichen Besuchereingangs. Besonders hat sie es genossen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist, Bundestagsabgeordneter zu sein und wie anstrengend es sein kann, den ganzen Tag zu diskutieren und um Entscheidungen zu ringen.

Carina Messner vom Rottmayr-Gymnasium in Laufen war ebenso begeistert von dem Projekt. »Wirklich interessant war es, das Vorgehen im Bundestag und in den Fraktionssitzungen mitzuerleben. Das ist einfach etwas ganz anderes als das Lernen aus den Schulbüchern.« Schnell schloss die Fridolfingerin auch Freundschaften mit anderen Teilnehmern, unter anderem beim gemeinsamen Erkunden der Hauptstadt.