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Internationales Workcamp bei den Pfadfindern

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Steine schleppen heißt es für die Pfadfinder beim Workcamp am Bergbadgelände. (Foto: T. Eder)

Grassau – Ein internationales Workcamp findet gerade bei den Grassauer Pfadfindern in ihrem Pfadfinderheim »Foxbau« statt. Gemeinsam wird in vielen freiwilligen Arbeitsstunden das Gelände um das ehemalige Bergbad auf Vordermann gebracht. Hoch motiviert zeigten sich die jungen Leute aus acht Ländern.


Das internationale Workcamp ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Pfadfinderstamm »Schwarzer Mustang Achental« und dem gemeinnützigen Verein IBG (internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten) aus Stuttgart. Noch bis zum 30. Juli sind die jungen Leute beschäftigt und freuen sich auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

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Uferrand des Biotops wurde freigelegt

Organisiert wird die internationale Gruppe von Christian Keller, Leiter der Pfadfinder. Natürlich haben sich etliche weitere Pfadfinder zur Gruppe gesellt und unterstützen diese bei den vielen Aufgaben. Inzwischen wurde schon einiges geschaffen. Der zugewachsene Uferrand des Biotops wurde wieder freigelegt. Teilweise wird der Uferrand noch befestigt. Der Weg rund um das Gewässer wird gerade neu hergestellt, befestigt und neu gekiest. Auf den Wiesenflächen werden Plateaus gefertigt – ideal, um auch einmal ein Zelt aufzustellen. Die steileren Bereiche werden mit schweren Steinen befestigt. Laut Christian Keller soll alles so natürlich wie möglich belassen werden. Akribisch wird zudem an dem »Bankerlweg« rund um den kleinen Teich gearbeitet. Hierzu wurden die Bänke ausgegraben, gereinigt und mit Mosaik verziert. Anschließend werden sie an besonders schönen Stellen entlang des Gewässers wieder aufgestellt. Der »Bankerlweg« bietet einen schönen Panoramablick auf das Grassauer Tal.

Christian Keller ist von der Arbeitsmoral seiner Gäste aus Russland, Ukraine, Türkei, Serbien, Korea, Portugal, Spanien und den USA begeistert. Sie haben sich verpflichtet, 30 Wochenstunden zu arbeiten, erhalten hierfür freie Kost und Logis. Alle arbeiten gezielt und konzentriert an ihren Aufgaben. »Wir sind jetzt schon weiter als gedacht«, freut sich Keller. Da bleibt sogar noch Zeit für Verschönerungen am Pfadfinderheim, erklärt er. Die Gäste haben vielseitige Begabungen, die sie auch gerne einbringen. So werden derzeit die Fensterläden mit Pfadfinderwappen verschönt. Auch das Grassauer Wappen soll noch auf einen Fensterladen gemalt werden.

Alle Gäste sprechen Deutsch oder Englisch

Die Verständigung funktioniert hervorragend, denn alle Gäste sprechen entweder Deutsch oder Englisch. Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz, wie gemeinsame Abende mit den Grassauer Pfadfindern. Verschiedene Freizeitunternehmungen sind ebenfalls geplant. So war die Gruppe bereits auf Herrenchiemsee und am Reifinger Badesee. Weitere Unternehmungen werden folgen.

Wer sich gerne einbringen möchte und mit der Gruppe mitarbeiten möchte, ist jederzeit willkommen die Gemeinschaft beim Arbeiten, Steine schleppen, Entbuschen, Malen und Basteln zu erleben. tb