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Achtklässler machten aus einer Rumpelkammer einen gemütlichen Raum zum Sitzen, Liegen und Lümmeln

In der Mittelschule Grassau wird ab sofort »gechillt«

Grassau – In kräftigen Grün- und Blautönen präsentiert sich der neue »Chill-Raum« in der Grassauer Mittelschule, den die Schüler für sich mit Unterstützung von Kunstpädagogen Michael Zuber gestalteten. Während einer kleinen Eröffnung präsentierten die Achtklässler ihren neuen Raum dem Schulleiter Johannes Zeitel, wie auch Gemeinde-Verwaltungschef Robert Höpfer sowie Margarete Kastner von der örtlichen Familienstelle.

Gemeinsam mit der Jugendsozialarbeiterin Saskia Adam (links), dem Schulleiter Johannes Zeitel (Mitte) und dem Kunstpädagogen Michael Zuber (rechts) demonstrierten die Schüler der achten Klassen, wie gemütlich ihr neuer »Chill-Raum« ist. (Foto: T. Eder)

Aus der Rumpelkammer, die einst als Garderobe und Spintbereich genutzt wurde, ist nun ein heller, freundlicher, gemütlicher und einladender Raum geworden, der den Schülern als Rückzugsort, Treffpunkt und Entspannungsraum dienen soll. Die Umgestaltung erfolgte durch die Jugendlichen selbst. Michael Zuber informierte, dass bereits im März mit den Schülern der Raum angesehen wurde. Gemeinsam wurde dann an Modellen überlegt, wie der Raum zu einem ansprechenden Aufenthaltsraum umgestaltet werden kann und welche Funktionen dieser erfüllen soll.

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Den Schülern sei es wichtig gewesen, einen Raum zum Chillen, zum Sitzen, Liegen und Lümmeln zu haben. Wichtig sei zudem gewesen, in den Raum ohne Fenster Tageslicht zu bekommen. Ein Durchbruch und Öffnung des Raumes zum hellen Gangbereich war notwendig. In diese Öffnung konnte dann die ehemalige Eingangstüre eingebaut werden. Im Sommer wurden in der Schule die Eingangstüren durch Paniktüren ersetzt und so bot sich die Wiederverwertung der Türe als sehr großes Fenster an.

Die Schüler hatten sich außerdem auch ein Farbkonzept überlegt und wollten mit Grün- und Blautönen eine freundliche Stimmung erreichen. Die Möblierung des Raums gelang mit Hilfe von Europaletten, die zu Möbeln, Regalen und einem Schuhregal umgestaltet wurden. Zudem schafften sich die Schüler noch eine Bank. Eine Woche lang wurden unter Anleitung von Michael Zuber die Paletten geschliffen und gestrichen, die bunten Wandbilder gemalt sowie die gemütliche Couch überzogen. Jetzt ist der Raum fertig und kann ab sofort von den Schülern in Freistunden, während der Mittagspause und auch von der Ganztagesschule genutzt werden.

»Ich bin absolut begeistert«, freute sich Schulleiter Johannes Zeitel. Das Ergebnis aus der Planungsphase sei beeindruckend. Er lobte die Schüler, die viel gearbeitet haben. Das Projekt stammt aus dem Programm »Praxis an der Mittelschule«, in dem sich die Schüler der achten Klassen engagiert hatten.

Saskia Adam hatte im Rahmen der Jugendsozialarbeit die Organisation übernommen. Die Schüler hätten neben den handwerklichen Dingen auch gelernt, Durchhaltevermögen zu zeigen und sich auf andere verlassen zu müssen, so Adam. Jeder habe zum Erfolg beigetragen. Sie hoffte auch, dass der Raum, der mit viel Schweiß entstanden ist, von den Schülern behutsam behandelt werde.

Sicher ist, dass dies wohl der Lieblingsraum der Schüler werden wird. Begeistert informierten die Jugendlichen bei der Eröffnung, wie sie die Paletten in die richtige Form brachten, und demonstrierten auch, wie in dem Raum »gechillt« werden kann. tb