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In 72 Stunden muss alles erledigt sein

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Sie sind für die Organisation rund um die Jugendaktion »72 Stunden« zuständig: Alex Klug (vorne von links), Rainer Eder und Christopher Appelt, Cäcilia Hauber (hinten von links), Monika Huber und Sabine Wessely. (Foto: H. Eder)

Was man innerhalb von 72 Stunden leisten kann, das wollen neun Jugendgruppen im Landkreis ab dem heutigen Donnerstag unter Beweis stellen. Im Rahmen des Jugendprojekts »72 Stunden – Uns schickt der Himmel«, werden die Jugendlichen Räume renovieren, einen Barfußpfad bauen, mit einer Schwimmaktion Geld sammeln, eine Sportanlage renovieren und etwas mit Behinderten unternehmen. Organisiert wird die Aktion vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).


Bei der Aktion wollen die Jugendlichen beweisen, dass sie sozial eingestellt sind. So formulierte es BDKJ-Kreisvorsitzender Alex Klug bei einem Pressetermin in der Katholischen Jugendstelle in Traunstein. Und seine Kollegin Cäcilia Hauber ist nicht nur an der Gesamtorganisation beteiligt, sondern auch gleich selbst bei zwei Aktionen an ihrem Heimatort Ruhpolding mehr oder weniger mit von der Partie. Neun Projekte, die jeweils in maximal 72 Stunden abgewickelt werden müssen, sind es insgesamt, die angemeldet worden sind.

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Los geht die Aktion am heutigen Donnerstag um 17.07 Uhr (warum, weiß eigentlich keiner genau), Ende ist spätestens am Sonntag wieder um 17.07 Uhr. Diözesanweit haben sich über 130 Gruppen mit rund 1800 Teilnehmern dafür angemeldet.

In St. Leonhard haben sich die Katholische Landjugend (KLJB) und die Ministranten zusammengetan. Sie wollen den Jugendraum in St. Leonhard wieder etwas aufmöbeln. Um die 15 Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren wollen dabei kräftig anpacken. Auch in Fridolfing hat sich die KLJB-Gruppe für eine Aktion angemeldet. Hier will ein rundes Dutzend Jugendlicher am Badesee einen »Barfußpfad« anlegen, der mit zehn Feldern rund zehn Quadratmeter groß werden soll.

Und dann ist auch noch die Katholische Landjugend aus Obing mit dabei: 13 Jugendliche machen sich auf zum Lebenshilfe-Wohnheim in Großornach; dort wollen sie mithelfen, dass die beiden Gruppen gemeinsam Ausflüge unternehmen können. Ziele sind Traun oder Chiemsee, wo ein Picknick abgehalten werden soll, und dann einen Tag später der Salzburger Zoo.

Interessante Projekte hat man sich in Ruhpolding ausgedacht. Zwölf Mitglieder der DLRG-Gruppe – und weitere Interessierte, wenn sich welche finden – wollen ein 27-Stunden-Sponsorenschwimmen organisieren. Während dieser 27 Stunden am Stück wird immer mindestens ein Schwimmer im Wasser sein. Sponsoren aus der Gemeinde haben sich bereit erklärt, die absolvierten Strecken mit einem bestimmten Betrag zu sponsern. Der Erlös kommt dem Waldkindergarten zugute.

Die zweite Ruhpoldinger Aktion geht von den Pfadfinderinnen aus: Sie nehmen an einem Fledermausprojekt teil. Das heißt, zunächst wollen sie sich live und anhand eines Films über diese Tierchen informieren. Dann verkaufen sie am Sonntag beim Pfarrfest Muffins und lassen mit den Kindern Riesenseifenblasen entstehen und fliegen. Den dabei erzielten Betrag wollen sie der Auffangstation für junge Fledermäuse zur Verfügung stellen.

In Inzell wird ein Ballspielplatz hergerichtet

Die Jugendgruppe von Kammer will ihren Jugendraum und den Ministrantenraum herrichten. Vom Jugendtreff Inzell aus will man mit voraussichtlich 15 Helfern den Ballspielplatz im Hobbyland Inzell herrichten. Renovieren wollen auch Kolpingjugend und Kolpingsingkreis in Waging: Ein Raum im Pfarrheim soll wieder mehr als Gruppenraum für Jugendliche gestaltet werden, damit er besser von verschiedenen Jugendgruppen genutzt werden kann. Und wenn noch Zeit bleibt, wollen die Kolping-Jugendlichen im Pfarrheim weitere »Verbesserungs- und Verschönerungsarbeiten« übernehmen und zudem am Sonntag beim Pfarrfest für die Kinderbetreuung sorgen.

Beim 72-Stunden-Projekt gab es auch die Möglichkeit, wenn man selbst kein Projekt im Sinn hatte, sich eines als Überraschung zuweisen zu lassen. Auf diese Möglichkeit hat das Pädagogische Zentrum Schloss Niedernfels zurückgegriffen: So wird den Teilnehmern jetzt zu Beginn der Aktion ein Projekt zugewiesen, mit dem sich die zwölf Jugendlichen dann zu befassen haben.

Damit die Aktion auch ordentlich aufgenommen und in die Wege geleitet wurde, dafür hatte im Landkreis der sogenannte Ko-Kreis zu sorgen. Dem gehören neben den BDKJ-Vorsitzenden Klug und Hauber die folgenden Mitglieder an: Rainer Eder, Monika Huber, Sabine Wessely und Christopher Appelt von der Katholischen Jugendstelle. Vier Mitglieder des Ko-Kreises werden die neun Gruppen während der 72 Stunden besuchen.

Für die Materialkosten müssen entweder die Nutznießer einer Aktion oder Sponsoren aufkommen. Gefördert wird die Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von der Deutschen Bischofskonferenz, von Misereor, vom Kinder-Missionswerk »Die Sternsinger« und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend. he