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Im Gespräch mit Kalscheuer-Schülern

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Er nahm sich viel Zeit für die jungen Flüchtlinge an der Kalscheuer-Schule, die ihre Fragen an ihn stellten: Landrat Siegfried Walch (rechts). Matiullah Aman aus Afghanistan (stehend, links) wollte von ihm wissen, wie viele Asylbewerber im Landkreis wohnen. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Fast wie eine kleine Schüler-Sprechstunde wirkte der Besuch von Landrat Siegfried Walch an der Privaten Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer.


Dabei konnte er sich bei dem Rundgang ein Bild von der Arbeit und dem Lernfleiß der jungen Asylbewerber in der Berufsintegrationsklasse machen, die seit diesem Jahr an der Schule eingerichtet ist, und derzeit von 23 jungen Menschen vorwiegend aus Afghanistan, Syrien, Irak und Eritrea besucht wird. Die jungen Flüchtlinge waren gut vorbereitet und stellten Fragen zur Arbeit als Landrat und zur Struktur des Landratsamts. Gemeinsam war allen Unterrichtsteilnehmern ein freundlich ausgesprochenes »Danke« für die Möglichkeit des Schulbesuchs in Deutschland und eine erfrischend-fröhliche Begrüßung und Verabschiedung.

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»In dieser Klasse sind die höflichsten Schüler. Wenn ich ein ‚Guten Morgen’ hören will, komme ich hierher« betonte Kalscheuer-Geschäftsführer Dr. Martin Kalscheuer. Landrat Walch zeigte sich über das gute Deutsch der Asylbewerber überrascht und angetan. Manche sind erst seit einigen Monaten in Deutschland, haben aber beim Erlernen der deutschen Sprache bereits gute Fortschritte gemacht.

In seinem Rundgang besuchte der Landrat auch Klassen der Berufsfachschule für Assistenten im Hotel- und Tourismusmanagement (HoT), die ihn auf Spanisch begrüßten. Daneben galt es mit den Schülern Rechtsfragen bei einem fiktiven Streitfall eines Fahrzeugverkaufs zu lösen, was für Walch als ehemaligen Studenten der Fahrzeugakademie Schweinfurt ein interessanter Fall aus der Branche war. Auch hier nutzten die Schüler die Fragestunde, um sich über politische Zusammenhänge, berufliche und politische Werdegänge des Landrats zu informieren. »Mich persönlich hat die HoT interessiert. Wir brauchen qualifizierte Leute in dem Bereich«, wies der Landrat auf die Bedeutung des Hotel- und Gaststättenbereichs für die Region hin. awi