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»Ihr seid Aushängeschilder für unsere Schule«

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Die beiden Klassensprecher der 5b an der Achental-Realschule, Katharina Weber (von links) und Finn Kanngießer sowie die beiden Schüler Jasmin Büscher und Ludwig Winkler freuen sich über den Sonderpreis, den ihre Klasse heuer beim Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik gewonnen hat. Unterstützt wurden sie dabei von Erdkundelehrer Thomas Winkler, der die Teilnahme am Wettbewerb organisiert hatte. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Ein großer Moment wartet heute auf Jasmin Büscher und Ludwig Winkler von der Klasse 5b der Achental-Realschule: Stellvertretend für ihre ganze Klasse dürfen sie im Berliner Schloss Bellevue aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck einen Sonderpreis entgegennehmen. Die Klasse 5b hatte sich mit ihrem Erdkundelehrer Thomas Winkler am Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik 2013/2014 beteiligt.


Aufgabe für Schüler von der 1. bis zur 13. Jahrgangsstufe war es, sich mit Themen der globalen Entwicklung auseinanderzusetzen und deutlich zu machen, wie das Denken und Handeln im Alltag das Leben der Menschen in anderen Teilen der Welt beeinflusst. Bei der Umsetzung war für die Schüler der 5b besonders der Austausch mit den Schülern aus der deutschen Schule in Montevideo in Uruguay wertvoll. Schüler aus dem südamerikanischen Land besuchen seit fünf Jahren jährlich für zwei Wochen Marquartstein.

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Mit Schülern aus Uruguay zusammengearbeitet

In diesem Schuljahr beschäftigten sich die Schüler aus Marquartstein und aus Südamerika intensiv mit der Abfallwirtschaft. Die deutschen Schüler zeigten zum Beispiel, wie Wertstoffe getrennt und nicht mehr ungeordnet in die »graue Tonne« geworfen werden. Die Schüler aus Uruguay berichteten, dass das Sammeln und Recyceln bei Glas und Metall auch bei ihnen schon gut funktioniert, aber Papier zu sammeln nicht selbstverständlich ist.

»Wichtig war der Perspektivenwechsel«, erklärt Erdkundelehrer Thomas Winkler. Das erreichte pädagogische Ziel für beide Seiten sei es gewesen zu zeigen, »wenn wir alle lokal Müll vermeiden und den unvermeidlichen Müll gut trennen und einer Wiederverwertung zuführen, dann gelingt es uns gemeinsam, etwas für unser globales Klima zu tun«, so Winkler. Gemeinsam malten die Schüler auch unter anderem Plakate zur Müllproblematik und wie sie vermieden werden kann.

»Das Thema des Wettbewerbs zur Entwicklungspolitik hat wunderbar in den Lehrplan gepasst und bedeutet auch eine schöne Motivation für die Schüler«, erklärt Thomas Winkler, weshalb er die aufwändige Vorbereitungs- und Dokumentationsarbeit für den Wettbewerb auf sich nahm.

Alles musste mit Fotos und umfangreicher Darstellung bis März beim Bundespräsidialamt eingereicht werden. Bereits im Jahr zuvor hatte eine andere Klasse der Realschule beim Wettbewerb teilgenommen und einen Preis gewonnen.

Da nicht die ganze Klasse zur Preisverleihung nach Berlin fahren kann, wurden per Losverfahren zwei Schüler aus der Gruppe der sehr engagierten Schüler ausgewählt, erklärt Thomas Winkler. Jasmin Büscher und Ludwig Winkler freuen sich schon sehr auf die Verleihung heute. Aufgebrochen sind beide mit ihrem Lehrer bereits gestern früh um 5 Uhr in Richtung Flughafen. Am Abend wurde dann bei einer großen Grillparty mit den anderen Gewinnern aus ganz Deutschland gefeiert.

»Ihr seid Aushängeschilder für unsere Schule«, freut sich auch Schulleiter Günther Miller über die Auszeichnung. Neben der Reise und den Urkunden in Berlin ist der Sonderpreis für die Achental-Realschule auch mit einem Kreativworkshop verbunden, der im kommenden Schuljahr – dann für die Klasse 6b – stattfinden wird. gi