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HIV und weitere Krankheiten

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Traunreut. Die wenigsten Jugendlichen wissen, dass man sich beim Sex mit verheerenden Krankheiten anstecken kann oder sie verdrängen es. Dr. Stefan Zippel von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum der Universität München sprach, im Rahmen einer Veranstaltung des Schulclusters, im k1 zu Schülern der zehnten Klassen über Krankheiten, die beim Sex übertragen werden können. Mit detaillierten, teils ziemlich abschreckenden Bildern untermauerte er seine deutlichen Worte. Schüler der Gymnasien in Traunreut, Traunstein, Trostberg, Burghausen hörten interessiert zu.


»Sex ist unter Jugendlichen ein großes Thema«, weiß Zippel. Doch niemand mag gern über HIV-Infektionen, über Filzläuse und andere hochpeinliche Probleme reden. Zippel klärt Schüler der 10. bis 13. Klassen an weiterführenden Schulen über sexuell übertragbare Krankheiten auf. Dazu zählen HIV-Infektionen und Aids ebenso wie Chlamydien, Gonorrhö, Hepatitis B, Herpes genitalis, Humane Papillomaviren (HPV), Pilzinfektionen und Syphilis.

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Einen breiten Raum bei der Veranstaltung in Traunreut nahm HIV ein und Zippel konnte die Zuhörer insofern beruhigen, dass die Ansteckungsgefahr in den modernen Industrieländern bei geschütztem Sex inzwischen relativ gering sei und auch die Blutkonserven durch ständige Kontrollen sehr sicher seien. Auch gebe es inzwischen eine sehr gute medikamentöse Therapie, mit der das Immunsystem der Erkrankten funktionsfähig erhalten werden kann und ihnen eine gute Lebensqualität ermöglicht wird.

Dass HIV dennoch nach wie vor verbreitet ist und es im Jahr 2012 weltweit zwei Millionen Neuerkrankungen gab, liegt vor allem an den Bedingungen in der Dritten Welt. In Afrika beispielsweise seien Frauen mit Aids noch immer sozialer Unterdrückung ausgesetzt und keine von ihnen gebe freiwillig zu, an dieser Krankheit zu leiden, selbst wenn sie dann eine Therapie erhalten würden, erklärte Zippel. Dies zeigt, wie wichtig Aufklärung ist. mix