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Hebamme ist ein abwechslungsreicher Beruf

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Auf dem Weg zum Beruf Hebamme zählt vor allem Praxiserfahrung. Die sammelt Ladina Gehrmann gerade in einem Klinikum.

Es ist neues Leben, dem Ladina Gehrmann in ihrem Beruf Tag für Tag ins Gesicht blicken wird. Zum Teil macht die werdende Hebamme das schon jetzt. Denn auf dem Weg zum Beruf zählt vor allem eins: viel Praxiserfahrung sammeln.


Den einen Arbeitsplatz für Hebammen gibt es laut Maren Borgerding vom deutschen Hebammenverband nicht. Die einen sind beispielsweise in Krankenhäusern und Geburtshäusern beschäftigt. Die schwangeren Frauen kommen in der Regel in den Kreißsaal, wenn sie kurz vor der Entbindung stehen. Die Hebamme begleitet die Frau während der Geburt, danach kümmert sie sich weiter um Frau und Baby und kontrolliert zum Beispiel, ob es Nachblutungen gibt.

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Hebammen können aber auch freiberuflich tätig sein. Sie begleiten Schwangere dann meist schon weit vor der Geburt und können sie etwa bei Hausgeburten begleiten. »Der Draht zu den Frauen ist bei den freien Hebammen meist enger, da sie nicht nur die Geburt betreuen, sondern die ganze Schwangerschaft«, erklärt Borgerding.

Wer Hebammenkunde an der Hochschule wählt, hat ein sehr praktisch orientiertes Studium. Reine Theorie gibt es nur im ersten und im achten Semester. Schon ab dem zweiten Semester sammeln Studenten in einer Kooperationsklinik in der Umgebung der Hochschule Praxiserfahrung. In den ersten Wochen ging es erst einmal darum, den Stationsalltag kennenzulernen, erinnert sich Ladina Gehrmann. Danach hat sie begonnen, Frauen zu beraten und beispielsweise Blutungen zu kontrollieren.

Wer sich für die klassische Ausbildung entscheidet, lernt drei Jahre an einer Hebammenschule. Hier ist der Theorieunterricht in der Schule ebenfalls mit Praxisphasen kombiniert.

Die verschiedenen Ausbildungsmodelle stellen Schulabgänger vor eine schwierige Entscheidung, vor der auch Ladina Gehrmann zu Beginn stand. »Ich habe beide Wege in Betracht gezogen«, sagt sie. An der Hochschule in Fulda wurde sie genommen. Vier Jahre dauert das Studium. Nach dem siebten Semester macht sie das Staatsexamen, nach dem achten Fachsemester hat sie die Bachelorarbeit abgeschlossen. Die Berufserlaubnis bekommen Studenten bereits, wenn sie das Staatsexamen bestehen.

Das Einstiegsgehalt bei einer Festanstellung kann zwischen 1300 und 1900 Euro brutto liegen. Wer freiberuflich arbeitet, rechnet pro Geburt ab. Der Nachteil: Freiberufler müssen die Kosten für die Haftpflichtversicherung selber aufbringen. Derzeit liegt der Beitrag bei 6274 Euro pro Jahr.

Darüber macht sich Ladina Gehrmann jetzt noch keine Sorgen. Schon früh hat für sie festgestanden, dass sie Hebamme werden möchte. »Keine Geburt ist gleich«, sagt sie. »Jedes Mal schaue ich in ein anderes kleines Gesicht, das gerade das Licht der Welt erblickt.« dpa