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»Gutes Essen verbindet Menschen und Welten«

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Traunreut – In der Stadt Traunreut und auch in der Berufsschule der Jugendsiedlung gibt es Menschen vieler verschiedener Nationen, in deren Herkunftsländern naturgemäß anders gekocht wird als in Deutschland. Die Beruflichen Schulen der Jugendsiedlung haben nun im Rahmen der Chiemgauer Kulturtagen ein Kochbuch mit dem Titel »Traunreuter Weltküche« herausgebracht.


Im Kochbuch sind über 100 Rezepte aus 35 verschiedenen Herkunftsländern zusammengefasst. Heiner Roth, Geschäftsführer der Jugendsiedlung, sagt in seinem Grußwort zum Buch: »Es ist eine Auswahl von Rezepten aus der Heimat unserer Jugendlichen, die hier ihren Ausbildungsberuf erlernen. Sie lernen und leben miteinander, haben unterschiedliche Vorlieben und Geschmäcker.«

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Das aus sechs engagierten Lehrkräften bestehende »Kochbuchteam« sammelte von den Schülern Rezeptvorschläge aus ihrem Herkunftsland. Die Lehrer legten dabei Wert darauf, dass es nicht unbedingt bekannte Nationalgerichte sind, sondern Speisen, die den Jugendlichen gut schmecken, die vielleicht schon die Oma für sie gekocht hat. Viele Recherchen waren notwendig, um die genaue Rezeptur von so manchem Gericht herauszufinden, und dann ging es an die Arbeit. Alle im Buch veröffentlichten Rezepte wurden gekocht, fotografiert und verkostet.

Die beiden Fachlehrerinnen für Hauswirtschaft, Maria Laumer und Maria Lukas, kochten mit ihren Schülern einige Rezepte im Unterricht nach. Daniel Brandmüller, Fachlehrer für Sozialpflege, Beate Hackner, Fachlehrerin im Friseurhandwerk, Schulsozialpädagogin Aylin Steinberger und Marianne Göll, Fachlehrerin in der Gärtnerei, kochten für sich und ihre Familien und stellten fest: »Gutes Essen verbindet Menschen und Welten.« Auch die Schüler seien beim Projekt untereinander ins Reden und sich näher gekommen, wenn sie über die verschiedenen Lieblingsgerichte diskutierten und voneinander probierten.

Für Aylin Steinberger gilt: »Bei uns in der Jugendsiedlung ist die Welt daheim.« Und das werde mit dem Buch »Traunreuter Weltküche« deutlich. Gleichzeitig soll das Weltkochbuch zur kulturellen Öffnung beitragen und ein Symbol gelebter und genussvoller Vielfalt sein. »Wir würden uns freuen, wenn viele der Gerichte nachgekocht und gekostet werden«, so das Team. mix