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Großes Interesse am Bundesfreiwilligendienst

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Ramona Scheuer unterstützt im Klinikum Traunstein die examinierten Pflegekräfte bei pflegerischen Tätigkeiten. Die Fähigkeiten dafür eignete sie sich mit einem Pflegehelferkurs an.

Traunstein – Großes Interesse am Bundesfreiwilligendienst herrscht am Klinikum in Traunstein. »Die Zahl der Interessenten am Bundesfreiwilligendienst ist größer als wir aufnehmen können«, sagt Hermann Dengl von der betrieblichen Fort- und Weiterbildung der Kliniken Südostbayern AG.


Die Befürchtung, dass nach dem Wegfall des Zivildienstes, die Lücke nicht geschlossen werden könnte, habe sich also nicht bestätigt. Erfreulich sei, dass es auch viele männliche Bewerber für den Freiwilligendienst gebe. »Sie wollen arbeiten und nicht nur dabei stehen«, lobt er die große Motivation der »Bufdis«. Sie würden voll in die Stationsarbeit mit eingebunden.

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Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln

Das Spektrum der Aufgaben, die in den Kliniken zur Verfügung stehen, ist sehr weit gefächert und kann ein viel breiteres Aufgabengebiet abdecken als bei vielen anderen Organisationen. Die »Bufdis« können so wertvolle Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln, um die Zeit bis zum Beginn einer Berufsausbildung und zur Aufnahme eines Studiums zu überbrücken. Ihre Tätigkeit kann aber auch der Einstieg in einen sozialen Beruf sein.

Die Einsatzstellen verteilen sich in den Krankenhäusern auf die unterschiedlichsten Stellen, hauptsächlich betreffen sie jedoch die Pflege. Im Rahmen ihrer Tätigkeit können die »Bufdis« deshalb auch einen halbjährigen Pflegehelferkurs absolvieren. Während des Kurses haben sie mindestens 40  theoretische Unterrichtsstunden. In den Stationen erfolgt die praktische Ausbildung.

Zum Abschuss müssen die Teilnehmer eine Facharbeit über ein pflegerisches Thema schreiben. Durch den Pflegehelferkurs werden sie befähigt, die examinierten Krankenpflegekräfte bei der Pflege von Patienten zu unterstützen, zum Beispiel beim Wechseln von Verbänden oder beim Messen von Vitalzeichen.

Den Bundesfreiwilligendienst können Frauen und Männer jeden Alters antreten, sobald sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Die Dauer ihres Einsatzes soll in der Regel zwölf Monate betragen. »Die Entscheidung zum Bundesfreiwilligendienst beweist Persönlichkeit und soziale Kompetenz«, erklärt Hermann Dengl. Jeder Bundesfreiwilligendienstleistende werde pädagogisch begleitet und erhalte eine strukturierte Einarbeitung in sein Aufgabengebiet. Nach Abschluss erhalten die Freiwilligen ein qualifiziertes Zeugnis, so Dengl. Bjr