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Großes Interesse am Berufsinformationstag

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Tiere und Blumen gemalt: Aufgaben für Demenzkranke konnten die Jugendlichen im Bereich der Sozialpflege lösen.

Traunstein. Unter dem Motto »Wo soll meine berufliche Reise hingehen?« veranstaltete die Staatliche Berufsschule III mit den Berufsfachschulen für Kinderpflege, Ernährung und Versorgung sowie der Sozialpflege einen interessanten Berufsinformationstag. Die Veranstaltung sollte Schülern vor dem Schulabschluss helfen, die Frage nach dem richtigen Beruf leichter zu beantworten.


Viele stünden mit der Berufswahl vor einer einschneidenden Entscheidung, die gut überlegt sein sollte, begründete der Stellvertretende Schulleiter Dr. Martin Brunnhuber bei der Begrüßung der Schüler und ihrer Eltern in der Schulaula die Durchführung des Berufsinformationstags. »Wir wollen damit Eindrücke aus der Schule und der Praxis vermitteln, denn die Entscheidung für den Beruf wird den Einzelnen immer prägen«, sagte er.

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Die Jugendlichen hätten nun die Möglichkeit, die Informationen zu nutzen und kennenzulernen, was sie in den jeweiligen Berufen erwarten wird. Außerdem bestehe für die Schüler die einmalige Chance, mit den Lehrern zu sprechen und ihnen ihre Fragen zu stellen. »Es ist ein großes Pfund und ein Aushängeschild unserer Schule, dass wir die Schüler in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam ihre Talente finden«, machte Brunnhuber Werbung für die Staatliche Berufsschule III und deren Berufsfachschulen.

Stefan Starzer stellte in Vertretung der für die Berufsschule III zuständigen Ansprechpartnerin Barbara Hofstätter die Arbeit der Jugendsozialarbeit vor. Sie würde Begleitung bei schwierigen Situationen in der Familie und in anderen Lebenslagen bieten. »Die Jugendsozialarbeit an Schulen, deren Träger das Diakonische Werk ist, ist ein wesentlicher Bestandteil der Schulkultur und eine Anlaufstelle für Schüler, wenn es einmal nicht rund läuft«, so Starzer. Ein wesentlicher Beitrag sei das freiwillige und vertrauliche Beratungsangebot. Außerdem gebe es ein Präventionsangebot, beispielsweise zu den Themen Aids oder Sucht.

Anschließend hatten die Schüler bei einem Rundgang durch die Schule die Möglichkeit, die verschiedenen Berufe näher kennenzulernen. Vorgestellt wurden in den Berufsfachschulen die Berufe in der Kinderpflege, der Ernährung und Versorgung, früher unter dem Titel Hauswirtschaft geführt, und der Sozialpflege. In der Berufsschule wurden Einblicke in die Berufe Landwirt, Gärtner und Florist gewährt.

Die einzelnen Berufsbilder wurden mit Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zum einen natürlich theoretisch anhand von Power-Point-Präsentationen vorgestellt. Für die praktische Darstellung hatten sich die einzelnen Berufsgruppen aber zudem noch einiges einfallen lassen.

Die Kinderpflege stellte verschiedene Möglichkeiten vor, wie bereits kleine Kinder durch Wahrnehmungs- und Sprachförderung sowie Formen- und Mengenverständnis spielend etwas lernen können. Die Vielseitigkeit des Berufs verdeutlichte die Säuglingsbetreuung unter dem Motto »Wie bade und wickle ich ein Baby«.

In der Sozialpflege konnte man beispielsweise ein Pflegebett oder einen Badewannenlifter ausprobieren. Gut besucht war auch der Bereich Ernährung und Versorgung, weil es dort auch etwas zu essen und zu trinken gab, wie Kuchen, Schinkenröllchen, Häppchen, Säfte oder alkoholfreie Cocktails. In der Hauswirtschaft will aber auch Bügeln und Mangeln gelernt sein. Daher gab es einen Bügelkurs für Männer.

Bei den Gärtnern konnte man bei Führungen das Gewächshaus besichtigen und erfuhr, was Pflanzen zum Wachsen alles brauchen. Auch die Floristinnen zeigten ihr Können. Am Abend hatten die Landwirte ausreichend Gelegenheit, ihr vielseitiges Berufsbild zu präsentieren. Bjr