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Frühstück vorbereitet und Schlitten gebastelt

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Die Arbeit in der Schulküche machte sowohl den Kindern des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums als auch ihren Betreuerinnen aus der Sozialpflege sichtlich Spaß.

Traunstein – Von Traunreuter Kindern besucht wurde jüngst die Staatliche Berufsschule III in Traunstein. Im Zuge eines fachübergreifenden Schulprojekts der Unterrichtsfächer »Lebenszeit und Lebensraumgestaltung« sowie »Hauswirtschaft« hatte die Klasse S 11 die Kinder der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums zu einem Besuch eingeladen.


Jeder Berufsschüler betreute ein Kind

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Nach der Begrüßung der Traunreuter Delegation durch die Stellvertretende Schulleiterin Christiane Elgass wurden die 19 Kinder, die während des gesamten Vormittags jeweils von einem Schüler der Berufsfachschule persönlich betreut wurden, in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bastelte im Sozialpflegebereich aus Eierkartons, Pappe und Watte einen Schlitten. Da durfte auch eine Schlittengeschichte nicht fehlen.

Am Ende stand noch ein lustiges Schlittenrennen auf dem Programm, bei dem die Kleinen den angefertigten Schlitten durch Aufrollen eines Fadens möglichst schnell zu sich holen mussten. Am Ende gab es jedoch nur Sieger, denn alle bekamen einen Preis in Form eines Kaminkehrers aus leckerer Schokolade.

Die zweite Gruppe war inzwischen damit beschäftigt, das am Ende des Vormittags vorgesehene gemeinsame, gesunde Frühstück vorzubereiten. In der Küche der Hauswirtschaft wurden dazu mit viel Fleiß unter anderem Gemüse in Streifen geschnitten, frischer Orangensaft gepresst, Butter in Figuren ausgestochen und Obstsalat sowie Schnittlauchbrote hergerichtet. Mittendrin tauschten die Kinder die Lernorte, damit jedes von ihnen sowohl an der Bastelstunde teilnehmen als auch in der Küche werkeln konnte. Schließlich bekamen alle Kinder einen kleinen Topf mit frisch gepflanzter Kresse, den sie bei sich regelmäßig pflegen müssen.

Beide Seiten profitierten am Ende

Am Ende haben alle von dem Schulprojekt profitiert, wie Claudia Förg von der Sozialpflege, Maria Mühlbauer von der Hauswirtschaft und Marianne Penn vom Wilhelm-Löhe-Förderzentrum feststellten. Die Schüler hätten für ihren späteren Beruf den geduldigen Umgang mit Menschen geübt. Wichtig war dabei, dass sie die Kinder weitgehend alleine und eigenständig arbeiten ließen und ihnen vor lauter Ungeduld nicht die Arbeit abnahmen, wenn es nicht gleich auf Anhieb geklappt hat.

Den Kindern wiederum wurde die Angst vor dem Umgang mit fremden Menschen genommen. Außerdem wurde die Feinmotorik angeregt. Viele lernten zudem, wie ein gutes und gesundes Frühstück ausschauen sollte. Ein wichtiger Faktor in einer Zeit, in der in unserer Gesellschaft immer mehr Kinder oft ohne ein richtiges Frühstück aus dem Haus geschickt werden. Der Kressetopf dient dazu, dass die Kinder durch die regelmäßige Pflege lernen, für etwas Verantwortung zu übernehmen. Bjr