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Franzosen zu Gast am Traunreuter Gymnasium

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Bei ihrem Aufenthalt in Deutschland besuchten die französischen Schüler unter anderem die Burg in Stein an der Traun.

Traunreut – Der Schüleraustausch des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums mit dem Gymnasium in Thiaucourt in Lothringen ist zur festen Einrichtung geworden. Bereits zum fünften Mal findet er inzwischen statt. 24 junge Franzosen verbrachten nun eine Woche in Traunreut, wohnten in Gastfamilien und lernten die nähere Umgebung kennen. Im April machen die bayerischen Schüler dann ihren Gegenbesuch.


Das Programm war sehr vielfältig und vermittelte den Gästen zumindest einen kleinen Einblick in das Leben in Bayern. Daneben stand aber vor allem der Austausch der Schüler auf dem Programm, die ihre Kenntnisse in der jeweiligen Fremdsprache in der Praxis ausprobieren konnten. Für die französischen Schüler war in Deutschland so manches neu und ungewohnt. Die deutsche Schule bezeichnete ein französisches Mädchen beispielsweise als »viel cooler«, als sie es von Zuhause kennt. Hier gebe es nicht täglich Nachmittagsunterricht und sie empfand auch die besuchten Schulstunden als lockerer. Dafür aber hätten sie in Frankreich längere Sommerferien.

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Neben den organisierten Besichtigungen, die die Gäste gemeinsam unternahmen, gab es auch Ausflüge mit den Gastfamilien für die einzelnen französischen Schüler. Einige besuchten München, andere waren am Chiemsee oder im Wellenhallenbad in Ruhpolding. Bei den organisierten Exkursionen erfuhren die jungen Franzosen einiges über die bayerische Geschichte. Mit dieser kamen sie beim Besuch am Obersalzberg in Berührung, in München oder in der Steiner Burg. Beim bayerischen Abschlussabend wurden die Franzosen dann noch mit typischen Speisen, bayerischer Tracht und Volkstänzen vertraut gemacht. Viel Spaß hatten sie auch beim sportlichen Nachmittag. Sportlehrer Sepp Aschauer hatte für die deutschen und französischen Schüler ein Programm aus sportlichen Spielen zusammengestellt und einen kleinen Wettkampf veranstaltet. Dabei ging es darum, dass sich die Jugendlichen austauschen, sich über ihre Strategie absprechen und gemeinsam Spaß haben. Denn Sport klappt auch ohne perfekte Sprachkenntnisse, wie der Sportlehrer feststellte.

Die deutschen Schüler genossen den Besuch sehr und nutzten die Gelegenheit, ihre eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern. »Es macht viel Spaß, ist schön, neue Leute kennenzulernen, und wir freuen uns schon auf die Fahrt nach Frankreich im Frühjahr«, betonten drei Traunreuter Schülerinnen.

Für Christina Falter, die den jährlichen Schüleraustausch mit Thiaucourt organisiert, und ihre französischen Kollegen war diese Woche ebenfalls sehr gelungen. Die Traunreuter Lehrerin stellt abschließend fest: »Die Schüler haben gelernt, dass interkulturelle Begegnungen Geduld, Toleranz und Offenheit erfordern. Es ist immer wieder einmal zu kleinen Missverständnissen gekommen, die nur dadurch, dass man darüber geredet hat, behoben werden konnten. An interkultureller Verständigung muss man ständig arbeiten, sie stellt sich nicht von alleine ein.« mix