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FC Bayern engagiert sich für Strafgefangene

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Mit 15 neuen Bällen, gesponsert vom Bayerischen Basketball-Verband, kann das Training in der Turnhalle der Laufener Justizvollzugsanstalt starten. (Foto: Höfer)

Laufen. Passen, dribbeln, werfen – in der Justizvollzugsanstalt im Laufener Ortsteil Lebenau wird Basketball gespielt. Alle vier Wochen trainieren die jungen Strafgefangenen in einem neuen Projekt zusammen mit zwei Trainern des FC Bayern München.


Volker Stix sitzt seit drei Jahren in der Geschäftsleitung der Basketball-Abteilung des FC Bayern. Er hat als ehemaliger Assistenztrainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft bereits in der Haftanstalt Ebrach ein soziales Projekt mit jungen Strafgefangenen gestartet. Genau so etwas brachte er nun nach Laufen. Zwei junge Trainer werden künftig in regelmäßigen Abständen mit der Basketball-Gruppe trainieren.

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Über den Sportbeamten Herbert Sporn war die Verbindung angestoßen worden. Der hatte im Rahmen eines Netzwerktreffens der Bayerischen Sportjugend mit Ute Braun von der Bayerischen Sportjugend gesprochen. Und die wollte was tun für Laufen.

»Ich habe ein solches Projekt damals als Trainer in Ebrach etabliert«, erzählt Volker Stix. »Es hat wirklich großen Spaß gemacht und alle Beteiligten haben viel Erfahrung gewonnen.« Felix Hartwig habe sich spontan bereit erklärt, das Training in Lebenau federführend zu übernehmen. Unterstützen wird ihn dabei Oliver Leuchte.

»Wöchentlich wird es nicht möglich sein«, schränkt Stix ein, »aber alle vier Wochen wollen wir das etablieren«. Die Kosten dafür trägt der FC Bayern. Und zwar die Basketball-Abteilung, denn eine Querfinanzierung, etwa von den Fußballern, gebe es im Verein nicht.

»Mit richtigen Trainern zu arbeiten ist für die Burschen natürlich ein Highlight«, freut sich Sportbeamter Herbert Sporn von der JVA. Und seine Basketballer müssen auch keine Riesen sein. »Das Interesse und die Freude sind entscheidend«. Zwölf Leute aus der Basketball-Gruppe hat der Sportbeamte für dieses professionelle Training ausgewählt. 15 Bälle wurden vom Bayerischen Basketball-Verband gesponsert.

Anstaltsleiter Andreas Wagner ist dankbar über solche Angebote. »Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, wo die Burschen sehen, dass es noch was anderes gibt, als rumhängen«. Drei bis vier Mal wöchentlich haben die Gefangenen zwischen 14 und 21 Jahren Gelegenheit zum Sport. Eine davon ist die Neigungsgruppe Basketball. höf