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Erst 14 Jahre alt und bereits Pilot

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Jungflieger Felix Frank ist der jüngste Pilot an der Alpen Segelflugschule in Unterwössen, der sein Flugzeug mit Hangaufwind und Thermik fünf Stunden in der Luft halten konnte. Dafür wurde er nun von der Schule mit einem Pokal ausgezeichnet. (Foto: Flug)

Unterwössen – Felix Frank ist gerade einmal 14 Jahre alt und bereits im Himmel über dem Chiemgau unterwegs. Denn der Bub aus Unterwössen ist Pilot und sitzt in einem Segelflugzeug. Und damit fliegt der Schüler nicht nur wenige Minuten durch die Luft, sondern bis zu fünf Stunden und elf Minuten. So geschehen im Mai diesen Jahres. Dafür gab's nun einen Pokal von der Deutschen Alpen Segelflugschule in Unterwössen (DASSU).


Es war der frühe Morgen des 25. Mai, als Felix seinen Sicherheitsgurt überprüfte. Sekunden später drückte ihn das Doppelte seines Körpergewichts in den Sitz und Felix ging mit dem Einsitzer-Segelflugzeug K8 der DASSU auf Tour. Fünf Stunden und elf Minuten war er da unterwegs, mal mit rund 50 km/h, dann aber auch wieder deutlich über 100 km/h schnell.

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Der Herausforderung, der er sich damit gestellt hatte, ist eine der drei Bestandteile des Segelflug-Leistungsabzeichens »Silber C«. Neben dem fünfstündigen Flug musste er dazu einen Flug mit einem thermischen Höhengewinn, also Steigen im warmen Aufwind, von 1000 Metern und einen Zielflug über 50 Kilometer bewältigen.

Felix fand mit seiner Leistung am Flugplatz einige Beachtung. Es war eine Aufgabe, die Konzentration, Geschick und Fachwissen verlangte, um sich nur mit Hilfe von Thermik und Hangaufwinden – ganz ohne Motor – so lange in der Luft zu halten. Andere Piloten schaffen das erst nach Jahren. Seine Flugausbildung hatte Felix erst knapp zwei Monate zuvor gestartet. Denn Fliegen lernen darf man erst mit 14 Jahren.

Seine Begeisterung für das Fliegen in jungem Alter brachte Felix nun auch die Auszeichnung ein. Die DASSU schreibt in jeder Saison einen Pokal für den jüngsten Piloten aus, der einen Flug von mindestens fünf Stunden geflogen ist. Da führte heuer kein Weg an Felix vorbei. Jörg Stadter, Geschäftsführender Vorstand der DASSU, freut sich besonders, dass er dieses Jahr zum Saisonende endlich einmal wieder einen Unterwössner ehren konnte. lukk