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Einen »Einser« im Schnalzen

Teisendorf – Leichtes Schneetreiben lag über Teisendorf, als am Vormittag, kurz nach zehn Uhr, der »Aufdraher« der ersten Pass sein »Aufdraht is! Oane, zwoa, drei« über den Busparkplatz der Grund- und Mittelschule rief. Kurz darauf zerrissen die Schnalzer der sieben Goaßln so laut wie Gewehrschüsse im Takt die spätwinterliche Luft.

Insgesamt zehn Passen, wie die Gruppen der Schnalzer genannt werden, traten mit fast 70 Schnalzern zum friedlichen Schulwettbewerb im Aperschnalzen an. Das traditionell leicht maskierte Erscheinen der Schüler an diesem Tag gab dem Wettstreit eine besondere Note.

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Bereits seit Wochen hatten die Schüler in den Pausen fleißig geübt, um einen exakten Rhythmus und eine gleichmäßige Abfolge der Schnalzer in der Gruppe zu erzielen.

Die fachkundigen Preisrichter Ferdinand Esterer, Ludwig Pastötter und Matthias Spiegelsperger bewerteten, ohne die Passen zu sehen und nur nach dem Gehör. Wichtig waren die Gleichmäßigkeit der Lautstärke und die Regelmäßigkeit der aufeinanderfolgenden Schläge. Zur Siegerehrung dankte Schulleiter Wilhelm Hilger allen Schülern, die sich so engagiert am Wettbewerb beteiligten.

Hilgers besonderer Dank galt dem langjährigen Lehrer und Kollegen Robert Strauß, der das Schnalzen an der Schule eingeführt hatte und sich noch jetzt im Ruhestand um den Fortbestand dieses Brauchtums kümmert. Ausgerechnet an diesem Tag feierte er seinen 65. Geburtstag, zu dem ihm von der Siegerpass mit einem Ehrenschnalzer herzlich gratuliert wurde. Für die Organisation, die Verpflegung und den reibungslosen Ablauf des Aperschnalzens sorgte die Ganztagesklasse 8b M mit ihrem Klassenlehrer Gerhard Wohlzog.

Nach langer Beratung der Jury und Auszählung der einzelnen Wertungsdurchgänge stand fest, womit niemand gerechnet hatte: Zwei Passen lagen mit exakt gleichen 145 Wertungspunkten gleichauf an der Spitze. Die erfahrene Jury kannte jedoch auch für diesen Sonderfall das richtige Reglement: Sieger war, wer im ersten Wertungsdurchgang mehr Punkte erzielt hatte, und dies war die Pass aus den Klassen 8a und 8c mit Andreas Bauer, Robert Caraghios, Sandro Cassier, Jakob Gasser, Markus Goth, Ludwig Lemberg und Josef Seeböck. Punktegleich auf den zweiten Platz kam die Klasse 9b, gefolgt von den Organisatoren des Wettbewerbs aus der Klasse 8b M. vm