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»Eine Bereicherung für die Schule«

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Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen hat Nora Strey das Grassauer Schülercafé gestaltet. Auch beim Pausenverkauf unterstützt sie die Schüler und bäckt unter anderem auch Waffeln.

Grassau. Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass die Grassauer Grund- und Mittelschule einen »Bufdi«, also eine Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst beschäftigt. Seit Beginn des Schuljahres taucht Nora Strey im Schulleben auf. Die 21-Jährige betreut Schulklassen in Freistunden, unterstützt die Lehrkräfte im Schwimmunterricht und führt gemeinsam mit der Initiative »Schüler für Schüler« das Schülercafé.


Mit den Schülern Waffeln gebacken

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Auch einige Projekte unternimmt Nora Strey gemeinsam mit den Schülern. So wurde vor einiger Zeit die Neugestaltung des Schülercafés gemeinsam in Angriff genommen, um den Raum noch jugendlicher zu gestalten. Zudem steht sie den Schülern beim Pausenverkauf zur Seite und bäckt etwa Waffeln. Außerdem begleitet sie die Schüler auf Ausflügen oder gibt Kunstunterricht.

Die 21-Jährige wusste nach dem Abitur an der Fachoberschule in Traunstein noch nicht so recht, wohin ihr beruflicher Weg gehen soll. Klar war nur, dass sie sich in Richtung Pädagogik und Psychologie orientieren wolle. Aber auch ein Lehramtsstudium kam für Nora Strey infrage. »Als Alternative zum Studium und zur Berufsfindung war dann der einjährige Bundesfreiwilligendienst genau das Richtige«, erklärt sie. Nun genießt sie den Umgang mit den Schülern und die Arbeit an der Schule. »Auch wenn es manchmal anstrengend ist, kann ich mir derzeit keinen schöneren Arbeitsplatz vorstellen.« Für viele Schüler ist die 21-Jährige längst zu einer Vertrauensperson bzw. einer großen Schwester geworden. Unter anderem auch, da die Schüler sie duzen dürfen, da sie keine Lehrkraft ist.

Eine Exotin unter den Bufdis in Bayern

Konrektor Michael Weber sieht Nora Strey als Bereicherung für die Schule und auch als Entlastung bei vielen Aufgaben an. Auch im kommenden Jahr soll deshalb wieder ein Bufdi eingestellt werden. Diese Möglichkeit, die Personaldecke in der Schule etwas zu erhöhen, könnte auch für andere Schulen interessant sein. Bislang ist Nora Strey eine Exotin unter den 150 Freiwilligen, die viermal pro Jahr nach München zum Seminar fahren. Denn sie ist die Einzige, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr an einer Schule absolviert.

Am Anfang habe sie schon etwas Angst gehabt, denn die Arbeit mit Schülern von der ersten bis zur zehnten Klasse war nicht einfach. Doch das positive Feedback vertrieb die Sorgen von Nora Strey schnell und machte sie glücklich.

Für viele junge Menschen könnte dieses Jahr, das übrigens auch vergütet wird, eine interessante Aufgabe sein. Voraussetzungen für eine Bewerbung gebe es nur wenige. Man sollte sich aber vorher schon informieren, über 18 Jahre alt sein, Reife zeigen und konsequent sein.

Wer sich für die Bufdi-Stelle interessiert, kann sich auf der Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes Bayern informieren oder direkt bei der Grund- und Mittelschule Grassau nachfragen. tb