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Ein turbulentes erstes Jahr für den Jugendbeirat

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Traunstein – Seit rund einem Jahr ist der Traunsteiner Jugendbeirat inzwischen im Amt. Die Wahl fiel mitten in die zum Teil heftige Diskussion über die Sanierung der Güterhalle und die Gestaltung eines neuen Jugendtreffs. Nach Hälfte ihrer Amtszeit ziehen die Jugendbeiräte eine erste Bilanz.


Schon vor der ersten offiziellen Sitzung haben sich die Jugendbeiräte Pro- und Contra-Argumente zur Sanierung der Güterhalle angehört und verschiedene Informationsveranstaltungen besucht. Der Jugendbeirat hat sich nach intensiver Beratung im März in einem offenen Brief für die Sanierung der Güterhalle ausgesprochen. Umso enttäuschender war es für die Jugendlichen, dass die Traunsteiner Bürger beim Bürgerentscheid gegen die Sanierung gestimmt haben. Klar ist inzwischen aber auch, dass die Situation der Jugendlichen sich bisher nicht verbessert hat.

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Gleichzeitig zur Diskussion über die Güterhalle, haben die Jugendbeiräte auch an mehreren Veranstaltungen über die Zukunft der Diskothek Kafka teilgenommen. Hier gibt es natürlich auch verschiedene Argumente für und gegen die Schließung, aber die Position des Jugendbeirats war von Anfang an klar: Die Weggehmöglichkeiten in Traunstein sind absolut wichtig für die Jugendlichen – und zwar nicht nur der Traunsteiner Jugend. Besonders die regelmäßigen Veranstaltungen für Jugendliche ab 16 Jahren in der Metro sowie die Möglichkeit, dass die jeweiligen Jahrgangsstufen der Traunsteiner Schulen im Kafka, Underground und in der Metro ihre Feste feiern können, sind sehr wichtig.

Besonders engagiert waren die Mitglieder des Jugendbeirats bei der Ausrichtung eines Sommerfests. Schnell hat sich das Studienseminar als Veranstaltungsort herausgestellt und die Stadt wäre als Veranstalter aufgetreten. Das Konzept war schon fertig, die Jugendlichen hatten Bands, Getränke, Essen und Helfer. Doch im letzten Moment hat ihnen das Wetter ein Strich durch die Rechnung gemacht und das Fest musste ersatzlos abgesagt werden. Allerdings laufen derzeit schon die Planungen für ein großes Sommerfest im Jahr 2017.

Ein weitere großes Thema im ersten Amtsjahr war die Einrichtung eines Jugendcafés im ehemaligen Café CappuVino im Brunnenhof beim Rathaus. In vielen Sitzungen haben sich die Mitglieder Gedanken darüber gemacht, wie dieses aussehen könnte. So gab es auch Überlegungen, ob an einem Tag in der Woche Alkohol an Jugendliche ab 16 Jahren ausgeschenkt werden darf. Das wurde dann allerdings vom Stadtrat abgelehnt. Inzwischen gibt es aber Überlegungen, das Café auch ohne Alkoholausschank trotzdem noch zu betreiben. Somit könnte auch ein zusätzliches Raumangebot zum äußerst beengten Jugendtreff geschaffen werden. In den nächsten Sitzungen wollen die Jugendbeiräte sich darüber weiter beraten.

Da vielen Traunsteinern und vor allem auch vielen Jugendlichen noch immer nicht bekannt ist, wer die Mitglieder des Jugendbeirats sind, werden in den kommenden Wochen auf der Jugendseite im Rahmen einer kleinen Serie Steckbriefe mit Informationen über alle Mitglieder veröffentlicht. fb