weather-image
20°

Ein Spielfilm als Semesterarbeit

4.3
4.3
Bildtext einblenden
Im vierten Semester studiert der 20-jährige Johannes Kraller derzeit Regie an der Medienakademie in München. Seine Leidenschaft für den Film entdeckte der Pallinger schon in der Schule.

Palling – »Kamera läuft«, diesen Satz wird der Pallinger Johannes Kraller in dieser Woche öfters sagen. Denn der 20-Jährige dreht zusammen mit fünf Studienkollegen einen aufwändigen Kurzfilm, der Teil seines Regie-Studiums an der Medienakademie in München ist. Fünf Drehtage an sechs verschiedenen Orten sind angesetzt, um zusammen mit professionellen Schauspielern das Drehbuch umzusetzen. Zwei Monate hatte sich Johannes Kraller darauf vorbereitet. »Die Postproduktion wird dann noch einmal so lange dauern«, erklärt er. Das Filmprojekt umfasst damit sein ganzes viertes Semester an der Akademie.


Dass er einmal Regisseur werden will, das wusste der 20-Jährige bereits als Schüler. Am Traunreuter Gymnasium gab es mehrere Filmprojekte, bei denen er die Leitung übernommen hatte. So entstand unter anderem eine Nachrichtensendung über die Projekttage an der Schule und die Verfilmung eines Falles aus dem Buch »Verbrechen« von Ferdinand von Schirach. »Deshalb war für mich dann sehr schnell klar, dass ich Regie studieren will, weil mir das am meisten Spaß macht«, erklärt er. Auch wenn er weiß, dass es später im Medienbereich einmal sehr schwierig werden könnte. Aber: »Wenn einem der Beruf Spaß macht, schafft man es auch, sich in der Branche durchzusetzen.«

Anzeige

In seinem Spielfilm, der Premiere in einem Münchner Kino feiern wird, greift der Pallinger eine Verschwörungstheorie um Leonardo da Vinci auf. Der soll im 15. Jahrhundert in der Zeit gereist sein. Hauptfigur im Film ist der junge Kunststudent Leo, der an seinem 24. Geburtstag erfährt, dass er genauso wie da Vinci durch die Zeit reisen kann und auch noch dessen Sohn sein soll. »Er kann nun das Erbe seines Vaters antreten, um die Zukunft der Menschheit entscheidend zu beeinflussen«, erklärt Kraller die Idee.

Der 20-Jährige musste sich mit seinen Studienkollegen im Vorfeld nicht nur um das Drehbuch, die Filmmusik und das Engagement der Schauspieler und Statisten kümmern, sondern auch um die Finanzierung. »Von der Akademie bekommen wir 800 Euro zur Verfügung gestellt. An die restlichen 3000 Euro müssen wir durch Sponsoren kommen«, erklärt der Pallinger. Daher hofft er auf Privatleute, die das Projekt unterstützen wollen. Interessierte finden weitere Informationen über das Projekt unter www.startnext.de/zeitgeist.