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»Ein Mittlerer Bildungsabschluss wird hoch angesehen«

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Seit September arbeitet Anna-Lena aus Siegsdorf im »STYLES Hotel« an der Autobahnausfahrt in Piding.

Traunstein – »Ich habe schon immer gewusst, dass ich einen Mittleren Bildungsabschluss machen will«, sagt Anna-Lena Huber aus Siegsdorf heute. Mit dieser Aussage begründet die 20-Jährige ihre Entscheidung, die Franz-von-Kohlbrenner-Schule in Traunstein zu besuchen. »Außerdem wird ein Mittlerer Bildungsabschluss hoch angesehen und man hat in der Zukunft eventuell bessere Chancen auf einen erfolgreichen Beruf.«


Bis zur sechsten Klasse besuchte Anna-Lena die Grund- und Hauptschule in Siegsdorf. Danach wechselte sie im Jahr 2009 in den M-Zug der Kohlbrenner-Schule in Traunstein. »Es war damals die einzige Mittelschule im näheren Umkreis und außerdem nicht weit entfernt von meinem Heimatort Siegsdorf«, erinnert sich die 20-Jährige.

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An ihre Schulzeit hat Anna-Lena schöne Erinnerungen. »In der Mittelschule habe ich sofort neue Freunde gefunden, mit denen ich heute noch befreundet bin.« Auch die Lehrer seien immer alle sehr freundlich gewesen und konnten neuen Lernstoff sehr gut erklären. »Vor allem im Fach Mathe war ich nicht die Beste«, erinnert sich Anna-Lena. »Aber dank meiner Klassenlehrerin ab der neunten Klasse wurde ich besser. Sie war eine strenge, aber sehr freundliche Lehrerin, bei der man viel gelernt hat.« Die heute 20-Jährige fühlte sich sehr wohl in Traunstein und dachte nie an einen Schulwechsel – auch nicht, als es dann in Siegsdorf eine Mittelschule gab. »Man hat mich gefragt, ob ich auf die Siegsdorfer Mittelschule zurückwechseln möchte. Ich habe aber dankend abgelehnt, weil ich meinen Freundeskreis in Traunstein gefunden habe.«

Im Jahr 2013 schloss Anna-Lena die Schule mit der Mittleren Reife ab. »Ich habe nach meinem Mittlere-Reife-Abschluss angefangen, mich in verschiedenen Reiseunternehmen zu bewerben. Leider wollte damals keiner Auszubildende einstellen. Dann habe ich mich für die Privatschule Dr. Kalscheuer in Traunstein entschieden.« Grund für diese Wahl war, dass sich Anna-Lena schon immer für Reisen, Kultur und Tourismus interessierte, hinzu kommt noch der Kontakt mit Menschen. »Die schulische Ausbildung dauerte drei Jahre. Man musste in dieser Zeit 20 Praktikumswochen absolvieren. Man lernt italienisch und spanisch.« Während der Schulzeit war die 20-Jährige auch drei Wochen in einem Hotel in Costa Rica. »Dieses Erlebnis kann mir keiner mehr wegnehmen und ich bereue die Zeit überhaupt nicht.« Seit dem Abschluss der schulischen Ausbildung darf sich Anna-Lena staatlich anerkannte und geprüfte Assistentin für Hotel- und Tourismusmanagement nennen. Zusätzlich hat sie auch die Fachhochschulreife erworben.

Seit vergangenem September arbeitet die Siegsdorferin im neuen »STYLES Hotel« an der Autobahnausfahrt in Piding. »Ich bin verantwortlich für Front Office und Reservation«, so die 20-Jährige. »Momentan bin ich ziemlich glücklich mit meiner Arbeitsstelle. Ich musste mich nur dreimal bewerben und schon hatte ich meine Traumstelle.« Besonders gut gefällt ihr, dass der Alltag nicht immer gleich ist. »Man arbeitet im Schichtsystem. In jeder Schicht erlebt man etwas Neues.«

Aus heutiger Sicht würde Anna-Lena noch einmal alles genau so machen. »Dieser Werdegang war für mich die beste Entscheidung. Wir sind alle stolz, dass ich alles so gemeistert habe, so wie ich es wollte.« Denn vor allem in den schwierigen Prüfungsphasen bekam die 20-Jährige viel Unterstützung von ihrer Familie.

Anderen würde die Siegsdorferin empfehlen, ebenfalls auf die Mittelschule zu gehen, da man mit dem Schulabschluss heutzutage sehr viele Chancen hat und viel höher ins Berufsleben starten kann. Sie betont aber auch: »Mittlerweile schätzen die meisten Arbeitgeber höhere und gute Abschlüsse. Deswegen bin ich der Meinung, dass Mittelschüler mit dem Bildungsabschluss bessere Aussichten in Bezug auf Ausbildungen nutzen können, als Schüler, die 'nur' den qualifizierenden Hauptschulabschluss bestehen.«

In unserer Serie »Erfolgreich mit Mittelschulabschluss« stellen wir auf der Jugendseite ehemalige Schüler der Franz-von-Kohlbrenner-Schule Traunstein vor, die es mit ihrem Mittelschulabschluss schon weit gebracht haben im Leben. Es soll gezeigt werden, welche beruflichen Möglichkeiten die Schüler haben, auch wenn sie kein Abitur oder einen Realschulabschluss besitzen jar

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