weather-image
30°

Doppelerfolg für Traunsteiner Nachwuchsforscher

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Den Putzroboter »Scrubber« für Terrassen und Einfahrten entwickelte Noah Dormann und sicherte sich damit den ersten Platz in der Kategorie »Technik«.
Bildtext einblenden
Für ihre Untersuchungen zum Tilgerpendel vergab die Jury den ersten Platz im Bereich »Physik« an die Traunsteiner Achtklässler Linus Pleyer (von links), Lars Stepputat und Nils Joerger.

Traunstein – Gleich mit zwei Siegen in den Kategorien »Technik« und »Physik« sowie zwei Sonderpreisen kamen die Nachwuchsforscher des Chiemgau-Gymnasiums vom Regionalentscheid zurück. Unter dem Motto »Neues kommt von Neugier« hatten die Traunsteiner in den Bereichen »Schüler experimentieren« (bis 14 Jahre) und »Jugend forscht« (bis 21 Jahre) ihre Ideen auf dem Gelände der Airbus Group in Ottobrunn präsentiert. Auch Lehrer Michael Götzinger wurde ausgezeichnet.


Besonders erfolgreich war der Neuntklässler Noah Dormann mit seinem automatischen Terrassenputzroboter »Scrubber«. Seine Erfindung beruht auf dem Prinzip des bekannten Rasenmähroboters, wobei nun die Terrasse oder die Einfahrt automatisch geputzt werden. Der Roboter bewegt sich dabei auf vier rotierenden Bürsten, die alle einzeln steuerbar sind. Dafür ist, neben einem enormen konstruktiven Aufwand, ein hohes programmiertechnisches und mathematisches Know-how erforderlich. Bis jetzt erfolgt die Steuerung über eine Fernbedienung, ein autonomes Verfahren hat Noah aber bereits in Arbeit.

Anzeige

Die Jury zeigte sich begeistert und vergab den ersten Preis in der Kategorie »Technik« an den 14-Jährigen, der bereits im Vorjahr mit einem Telepräsenzsystem, das er mit Nico Stein entwickelt hatte, in dieser Kategorie gewann.

Nächste Station ist der Landeswettbewerb

Wie außergewöhnlich die diesjährige Leistung von Noah ist, zeigt auch, dass sich die Jury dazu entschloss, ihn nicht zum Landesentscheid für »Schüler experimentieren« zu schicken, sondern in der schwierigeren Kategorie »Jugend forscht«, die für Jugendliche bis 21 Jahre im Deutschen Museum in München stattfinden wird. Obendrauf gibt es für den Neuntklässler ein zweiwöchiges Praktikum bei Airbus. Schließlich bot sogar noch ein Patentmanager der Airbus Group Hilfe bei der Erstellung eines Patents oder Gebrauchsmusters an.

Ebenfalls mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurden im Bereich »Schüler experimentieren« die Achtklässler Nils Joerger, Linus Pleyer und Lars Stepputat für ihre Untersuchungen zum Tilgerpendel. Diese kommen zum Beispiel bei großen Wolkenkratzern zum Einsatz, um die bei einem Erdbeben auftretende Schwingungsenergie im Inneren aufzunehmen und so das Gebäude vor Schäden zu bewahren. Die drei Jungforscher entwickelten und bauten ein entsprechendes Modell, an dem sie verschiedene Messungen mit einem Ultraschallsensor durchführten, um die Effektivität solcher Tilgerpendel zu untersuchen. Die umfassenden Versuche belohnte die Jury des Fachbereichs »Physik« mit dem Spitzenplatz, der zur Teilnahme am Landeswettbewerb »Schüler experimentieren« bei BMW in Dingolfing berechtigt.

Einen Sonderpreis (Werksführung bei der Airbus Group) gab es für Nikolas Hack, Jakob März und Korbinian Reichenbach-Klinke (alle 7. Klasse). Ihr »magisches Glas« ist eine praktische Erfindung für große Familienfeiern. Durch eine unter einem Tisch angebrachte Hohlnadel kann ein auf dem Tisch befindliches Glas per Knopfdruck unauffällig aufgefüllt werden. Die Pumpe wird dabei mit einer einstellbaren Zeitschaltung betrieben.

Einen weiteren Sonderpreis (Abo der Zeitschrift Geolino) erhielten Kilian Zeilinger und Linus Mehringer (7. Klasse). Sie suchten und fanden technische Verbesserungsvorschläge, wie im hohen Gras liegende Rehkitze beim Mähen mit großen Maschinen besser erkannt werden könnten.

Temperaturunterschiede in der Schule untersuchten Benedikt Kölbl und Alexander Mayer aus der siebten Jahrgangsstufe. Fabian Bally, Lukas Komisel und Nico Stein aus der 11. Jahrgangsstufe zeigten ihr Projekt »X-Swarm – Drohnenkoordination«. Sie bauten mehrere Drohnen und koordinierten sie in einem Master-Slave-Programm miteinander. Die Drohnen werden autonom über GPS gesteuert und über eine Lokalisierung in Google Maps verfolgt.

Einen weiteren Preis gab es heuer für die betreuende Lehrkraft des Chiemgau-Gymnasiums: Michael Götzinger wurde mit dem »Lehrerpreis« für besonders engagierte Projektbetreuer ausgezeichnet. fb