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Die Gelbe Karte für Azubis

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Kassieren Jugendliche in der Ausbildung eine Abmahnung, sollten sie das unbedingt ernst nehmen. Auf die Gelbe Karte kann schnell die fristlose Kündigung folgen.

Unpünktlich gewesen, Weisungen missachtet oder die Berufsschule geschwänzt: Das sind nur einige der Gründe, warum Azubis eine Abmahnung bekommen. Was Jugendliche nun unbedingt wissen sollten:


Was ist überhaupt eine Abmahnung? Man kann sie sich als eine Art Gelbe Karte wie beim Fußballspiel vorstellen, sagt Alireza Khostevan, Rechtsberater bei der Arbeitnehmerkammer Bremen. Der Arbeitgeber spricht sie aus, wenn Jugendliche gegen ihre Pflichten aus dem Arbeitsvertrag verstoßen haben.

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Wie reagieren sie am besten auf eine Abmahnung? Jugendliche sollten die Abmahnung sehr ernst nehmen, denn sie ist die Vorstufe zur fristlosen Kündigung. Viele seien in dem Irrglauben: Bis zur Kündigung braucht es mindestens zwei oder drei Abmahnungen, erklärt Khostevan. Doch das stimme nicht. Nach einer ersten Abmahnung kann die Kündigung umgehend folgen.

Was können Jugendliche gegen eine Abmahnung machen? Eine Abmahnung kann etwa aus formellen Gründen unwirksam sein. Das ist etwa der Fall, wenn der Arbeitgeber das Fehlverhalten nicht genau benannt hat. Da steht dann zum Beispiel nur: Abmahnung wegen Unpünktlichkeit, aber es fehlt die Angabe, an welchem Tag der Azubi zu spät war.

Was können Azubis machen, wenn der Vorwurf nicht zutrifft? Haben Jugendliche den Eindruck, dass sie wegen etwas gerügt werden, das nicht stimmt, können sie eine Gegendarstellung schreiben. Diese kommt dann in die Personalakte und schwächt die Mahnung ab. dpa