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Der Gerstensaft und seine Bedeutung

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Lehrerin Barbara Huber (links) zusammen mit den Schülern des P-Seminars.

Traunstein – Das Jubiläum zum 500-jährigen Bestehen des Bayerischen Reinheitsgebots für Bier hat auch das Traunsteiner Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) nicht losgelassen. So hat sich unter Leitung von Lehrerin Barbara Huber ein P-Seminar der Q 12 mit der Biergeschichte in Traunstein befasst. Als Ergebnis dieser Bemühungen präsentieren die Schüler nun eine Ausstellung, die noch bis zum 13. November im Heimathaus zu sehen ist.


Mit Unterstützung des Stadtarchivs und des Stadtmuseums sowie der drei heimischen Brauereien haben die Schüler zahlreiche Objekte zusammengetragen, die auf die Traunsteiner Biergeschichte Bezug nehmen: so auch ein Exemplar der vom Historischen Verein herausgegebenen »Heimatblätter aus dem Chiemgau«, worin geschrieben steht, dass es damals vor 300 Jahren »sechs Bräuer« gegeben habe, deren Gewerbe aber noch recht unbedeutend gewesen sei, da »Wein und Meth wohlfeil« gewesen seien, wie es der Stiftungsvorsitzende Hans Helmberger in seiner Begrüßung schilderte.

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Oberbürgermeister Christian Kegel erinnerte an den Ausspruch »Traunstein und Erding, Vilshofen und Schärding – das sind der Orte vier, wo man braut das beste Bier«. Dieser Spruch muss vor 1779 entstanden sein, denn da kam das bis dahin bayerische Innviertel, in dem auch Schärding liegt, zu Österreich. Kegel ging auf die Exponate ein, wie Portraits der Traunsteiner Brauerseheleute Büchele, Werbeschilder und alte Zeitungsanzeigen. Er würdigte die Arbeit von Barbara Huber und ihren Schülern, die sich unter anderem mit einer Brauereiführung und dem Besuch der Landesausstellung in Aldersbach Anregungen geholt hatten.

Schulleiter Bernd Amschler ging unter anderem auf die Bierdichte in Bayern ein und hob dabei die Bedeutung der fränkischen Braukunst hervor. Barbara Huber dankte ihren Schützlingen vor allem für die »stoische Gelassenheit« in den vergangenen 13 Monaten beim Erarbeiten des Themas. »Das P-Seminar soll ja Teil des Unterrichts sein, in dem die Schüler selbstständig arbeiten und der Lehrer sich zurücknimmt«, so Huber. Die Schüler hätten dies »tatsächlich gemacht«.

Die Traunsteiner Brauereien hatten mit Bierspenden einen Beitrag zur Ausstellungseröffnung geleistet. Die Ausstellung ist bis zum 13. November, jeweils von 10 bis 15 Uhr, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. fb