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»Chiemgauzimmer« geschreinert

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Stolz auf ihr »Chiemgauzimmer« sind Michael Malcherek (von links, stehend), Manuel Kaufmann, Philipp Reuter, Elisabeth Hobelsberger sowie Noah Noe (kniend, links) und Andreas Friesl, die zusammen mit zehn weiteren Schülern das Projekt in Angriff nahmen. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Das »Chiemgauzimmer« des neu entstehenden Jugendbildungshauses des Bayerischen Trachtenverbands fertigten die Schreinerlehrlinge des Staatlichen Landschulheims Marquartstein unter Anleitung ihres Ausbilders, Schreinermeister Michael Huber. Er ist zugleich Vorsitzender des Chiemgau-Alpenverbands.


Vom Schreibtisch bis zur Garderobe

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Die in der Schreinerwerkstatt des Gymnasiums gefertigten Möbel, wie Schrank, Schreibtisch, Betten, Nachttische, Garderobe oder Wandvertäfelung wurden im Jugendbildungshaus in Holzhausen bei Landshut eingebaut, wo derzeit das neue Trachtenkulturzentrum entsteht.

Das Projekt »Chiemgauzimmer« wird von der Schulleitung des Landschulheims unterstützt, sodass Michael Huber es in rund einem halben Jahr mit insgesamt 16 Schülern planen und fertigstellen konnte. Alle Teilnehmer absolvieren derzeit die duale Ausbildung zum Schreinergesellen mit Abitur.

Die Kosten für das Material und Ähnliches für das Chiemgauzimmer wurden über Spenden vom Chiemgau-Alpenverband übernommen. Jeder der insgesamt 22 Vereine im Bayerischen Trachtenverband richtet derzeit sein Zimmer ein, das dann von den Jugendlichen der Region benutzt werden kann.

Das Staatliche Landschulheim ist nach wie vor die einzige Schule in Bayern, die die Möglichkeit anbietet, parallel zum Schulunterricht die Berufsausbildung zum Schreiner mit Gesellenbrief zu machen. An die Schüler, die sich fünf Jahre lang neben dem regulären Schulunterricht nachmittags und am Wochenende dieser Ausbildung unterziehen, werden hohe Anforderungen gestellt.

An zweieinhalb Nachmittagen haben sie praktischen Unterricht in der Schreinerei von Schreinermeister Michael Huber, der fest an der Schule angestellt ist. Dazu kommen in den Ferien Betriebspraktika und Fachkundeunterricht von Lehrern aus der Berufsschule in Traunstein.

Interesse an Ausbildung steigt von Jahr zu Jahr

Obwohl die Schule anfangs fürchtete, die verkürzte Schulzeit im G8 könnte weniger Interessenten für diesen dualen Ausbildungsgang bringen, zeigte sich, dass bei leistungsstarken Schülern die Ausbildung auch bei der verkürzten Schulzeit machbar ist und das Interesse daran von Jahr zu Jahr steigt. Im kommenden Jahr werden die Schreiner des Landschulheims einen Ausflug zum Jugendbildungshaus unternehmen, um ihr Werk »vor Ort« zu besichtigen und zu feiern. gi