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Chiemgau-Alpenverband setzt auf Qualität der Jugendleiter

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Staudach-Egerndach. Glücklich durften 24 Jugendleiter der Trachtenvereine im Chiemgau Alpenverband im Gasthof Ott ihre Auszeichnung zum zertifizierten Jugendleiter in Empfang nehmen. Nach einem anstrengenden Wochenende, vielen gemeinsamen Gesprächen, Diskussionen und neuen Erfahrungen wurden nach erfolgreicher Schulung die neuen Jugendleiter geehrt.


Der Chiemgau Alpenverband setzt auf hohe Qualität seiner Führungskräfte. So wurde heuer das zweijährige Jugendleiterseminar erfolgreich fortgesetzt. Nachdem im vergangenen Jahr angehende Jugendleiter, sowie Vorplattler und Dirndlvertreterinnen über Rechte, Pflichten und Möglichkeiten des Jugendleiters informiert wurden, befasste sich der diesjährige Kurs mit der »Jugendarbeit im Wandel der Zeit«.

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Unter Anleitung des Referenten Christian Kammerbauer, Gaujugendleiter des Gauverbands I aus Töging und Maria Höhne aus dem Gauvorstand des Chiemgau-Alpenverbands aus Amerang wurden Probengestaltung und Mitgliederwerbung thematisiert. Aber auch Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung galt es, in kleinen Gruppen auszuarbeiten. Informiert wurde zudem, welche Fördermöglichkeiten bestehen und wer die kompetenten Ansprechpartner hierfür sind.

An den zwei Seminartagen wurden aber auch die Probleme der Jugendarbeit in den Vereinen erörtert. Hier ist es wichtig, Alleinstellungsmerkmale darzustellen und auch die Qualität der Jugendarbeit zu präsentieren. Dies wiederum ist auch durch die Zertifizierung möglich. So werde das Vertrauen der Eltern in die Jugendleiter gestärkt.

Des Weiteren galt es, die Aufgaben eines Jugendleiters genauer zu benennen. Dieser solle Tradition und Brauchtum in seiner Vielfältigkeit, von der Mundart, Tänze, Musik, Theater, Singen und Schnalzen, vermitteln und in gewissem Sinne ein Lebensgefühl und Identifikation mit der Heimat vermitteln.

Gleichwohl wurde über die Zukunft der Trachtenvereine diskutiert. Diese könne, so Kammerbauer, durchaus als positiv gewertet werden, denn nicht nur die Tracht werde wieder gerne und dies auch privat getragen. »Die Tracht ist wieder in«, sagte er. Das Tragen bedeute auch Stolz auf die Heimat.

Neben dem theoretischen Wissen standen auch die Gruppenarbeit und der Austausch der Jugendleiter im Vordergrund. Ein weiterer positiver Aspekt dieses Jugendleiterseminars ist, dass sich die Verantwortlichen untereinander besser kennenlernen, über Probleme diskutieren und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen können. Auch gemeinsame Unternehmungen werden somit forciert. Höhepunkt des Seminars war die Übergabe der Zertifikate. tb